Image default
PS Vita PS3 Tests

Testbericht: Dragon Fantasy (PS3/Vita)

Ich habe bereits ein Special darüber geschrieben, dass mich Dragon Fantasy äußerst positiv überrascht hat. Ein japanisches Rollenspiel aus den USA, das mehrere Jahre in Entwicklung war und sowohl Parodie wie auch liebevolle Verbeugung ist. Muteki Corporation und insbesondere Studio-Gründer Adam Rippon sind seitdem zu durchaus bekannten Namen innerhalb der Indie-Community geworden.

Inzwischen hat Dragon Fantasy mit Book II einen Nachfolger im 16-Bit-Stil bekommen, jedoch hat es Ewigkeiten gedauert, bis der erste Teil auch in Europa für die PS3 und die PS Vita erschienen ist. Ich habe auch noch nie fast ein Jahr auf ein angefragtes Testmuster warten müssen, aber immerhin habe ich es doch noch bekommen, obwohl ich schon fast nicht mehr damit gerechnet habe.

dragon_fantasy_02Insbesondere Episode I von Dragon Fantasy stellt die typischen JRPG-Klischees auf den Kopf. Der Held ist kein androgyner Jüngling mit unmöglicher Haargel-Frisur, sondern ein etwas in die Jahre gekommener Kämpfer mit lichtem Haupthaar, aber prächtigem Vollbart und nicht weniger stolzem Waschbärbauch. In den Schuhen von Ogden verdrischt man dann Steine mit Beziehungsproblemen und auch mal „The Walking Dead“, denn Popkulturreferenzen sind allgegenwärtig.dragon_fantasy_03

Episode 4 lässt uns gar in die Welt von Minecraft reisen, um Notch seinen geliebten Hut zurückzubringen. Dragon Fantasy kommt stets mit einem Augenzwinkern daher, nimmt sich trotz durchaus packender Geschichte nie zu ernst.

Der Grafikstil orientiert sich bewusst an den 8-Bit-Versionen von Dragon Quest und Final Fantasy, hinzu kommt ein sehr gelungener Chiptune-Soundtrack. Stilsicherheit herrscht hier auf ganzer Linie, auch auf dem NES würde sich Dragon Fantasy pudelwohl fühlen.

dragon_fantasy_01Dragon Fantasy gibt es inzwischen auf den verschiedensten Plattformen, diese Variante dürfte jedoch die dankbarste sein, denn beim Kauf bekommt man sowohl die PS3- wie auch die PS-Vita-Version. Und damit nicht genug, Cross-Saves werden auch unterstützt. Insbesondere da JRPG-typisch ein klein wenig Level- (und Geld-)Grinding durchaus notwendig ist, kann man dann in der Cloud speichern und beispielsweise im Zug ein paar Monster schnetzeln, um dann zu Hause wieder mit der Geschichte fortzufahren.

Wer Dragon Fantasy noch nicht hat, jedoch eine PS3 oder PS Vita oder sogar beides, dem kann ich diese Version dank Cross-Buy und Cross-Save wärmstens empfehlen. Dragon Fantasy ist sowohl Hommage wie auch Parodie, 8-Bit-Ästhetik trifft auf Minecraft-Gegenwart und überraschenderweise funktioniert das erstaunlich gut. Mit rund 20 Stunden Spielzeit ist es für ein JRPG zwar relativ „kurz“, aber dafür auch angenehm kompakt.


Vielen Dank an Clever Communications für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

verwandte Beiträge

Battlefield 3: Destruction 3.0 lässt Gebäude nicht ganz dem Erdboden gleich machen!

PlayStation Plus: Diesen Gegenwert an Games habt ihr 2014 erhalten

Nature225

Bioshock Infinite: Burial at Sea – Episode 1(DLC) erscheint am 12. November!