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Darksiders Warmastered Edition im Test

Darksiders ist zurück! Auch wenn uns ein Nachfolger der Abenteuer um die apokalyptischen Reiter Krieg und Tod lieber gewesen wäre, präsentiert Publisher THQ Nordic mit dem Remake des nunmehr sechs Jahre alten Erstlings, wie gut das Gameplay auch heute noch funktioniert.

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Apokalypse in schön

Wir können nur vermuten, was in den Köpfen der Entwickler bezüglich des Remakes vorgegangen sein könnte. „Ach, bald ist Weihnachten. Was bietet sich da besser an, als eine schnuckelig warme Apokalypse?„Klingt gut, machen wir!“

Krieg kehrt mit der Darksiders: Warmastered Edition fulminant zurück
Krieg kehrt mit der Darksiders: Warmastered Edition fulminant zurück

Na gut, das vermutlich eher weniger. Aber ist ja auch egal. Darksiders ist zurück. Ein Jahr nach dem fulminanten Auftritt seines Bruders Tod auf der aktuellen Konsolengeneration, zieht auch Krieg erneut in die Schlacht. Der Titel zeigt eindrucksvoll, dass das fesselnde Gameplay und der stimmige Comic-Look auch heute noch hervorragend funktionieren.

Das „Warmastered Edition“ betitelte Remake wartet allerdings lediglich mit grafischen Verbesserungen auf. So haben die Entwickler unter anderem die Auflösung auf 1080p hochgeschraubt und den Detailgrad der Texturen verdoppelt. Zudem wurden Darksiders neue Postprocessing-Effekte, sowie ein verbessertes Rendering und schickere Schatteneffekte spendiert. Konstante 60 Bilder pro Sekunde kommen dem Spielfluss zudem spürbar zugute.

Aus technischer Sicht hat sich eine Menge getan. Die Grafik überzeugt auch heute noch
Aus technischer Sicht hat sich eine Menge getan. Die Grafik überzeugt auch heute noch

Und das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen. Die Grafik aus der Feder von Comic-Zeichner Joe Madueira ist auch aus heutiger Sicht noch eine Augenweide. Obwohl man nicht die Qualität eines aktuellen Spieles erwarten darf, ist das Remake hervorragend gelungen und besticht optisch durch knallige Farben, wunderschöne Charaktermodelle und ein rundum stimmiges Artdesign. Auch das nervige Tearing des Originals gehört endlich der Vergangenheit an.


Zelda + Soul Reaver = Darksiders

Bereits nach wenigen Spielminuten gelingt es dem Remake von Darksiders erneut, uns absolut an das Gamepad zu fesseln. Im Nu sind mehrere Stunden vergangen, die wir in der wundervoll designten Spielewelt verbracht haben.

Das liegt vor allem am zeitlosen Gameplay des Titels, welches einen Mix aus einem erwachsenen Zelda mit einer ordentlichen Portion Soul Reaver darstellt. Spätestens nach dem eher lahmen Prolog nimmt der Titel dann so richtig Fahrt auf.

Der Krieg zwischen Dämonen und Engel macht eine ganze Menge Spaß
Der Krieg zwischen Dämonen und Engel macht eine ganze Menge Spaß

Auch heute macht es noch eine ganze Menge Spaß, sich durch Dämonen und Engel zu kloppen. Wenngleich die normalen Gegner keine allzu große Herausforderung darstellen. Der wahnsinnig spaßige Mix aus Kämpfen, Erkundungspassagen und kleineren Rätseln funktioniert aber noch immer hervorragend.

Dabei greifen die nahezu perfekte Steuerung und das rundum stimmige Leveldesign hervorragend ineinander. Die Jagd nach Seelen, neuen Fähigkeiten und Verbesserungen macht eine ganze Menge Spaß und motiviert dazu, jeden Winkel der wunderschönen Welt erkunden zu wollen.


Keine spielerischen Neuerungen

Etwas schade ist, dass Darksiders: Warmastered Edition mit keinerlei spielerischen Neuerungen aufwartet. Da wäre noch mehr drin gewesen. Wer also das Original bereits kennt weiß was ihn erwartet.

Die Story um den Reiter Krieg, der fälschlicherweise in die Schlacht zwischen Dämonen und Engeln eingreift und einfach mal nebenbei die Apokalypse heraufbeschwört, funktioniert noch immer hervorragend. So werden dem Kaputzenträger vom feurigen Rat kurzerhand die Kräfte geraubt. Also macht er sich auf, die wahren Schuldigen ausfindig zu machen und zur Strecke zu bringen. Oder aber bei dem Versuch zu sterben.

Spielerisch bietet das Remake von Darksiders keine Neuerungen. Halb so wild.
Spielerisch bietet das Remake von Darksiders keine Neuerungen. Halb so wild.

So beginnt also die Reise, auf der Darksiders gekonnt einige religiöse Themen anspricht und glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt zu einem stupiden Hack ’n‘ Slay verkommt. Das Abenteuer wird auch im Deutschen hervorragend vertont und wartet mit stimmiger Musikuntermalung auf.
Wer dem Englischen mächtig ist, sollte allerdings die originale Synchronisation wählen, die uns nicht zuletzt dank Mark Hamill noch einen Tick besser gefällt.

Leider ist es den Entwicklern nicht gelungen, einige Fehler des Vorgängers auszumerzen. An einigen Stellen ist so zum Beispiel nicht ganz klar, wo sich das nächste Ziel befindet.

Das Action-Adventure überzeugt fast vollends und gehört in jede Sammlung.
Beim Dämon Vulgrim kaufen wir neue Fähigkeiten und Verbesserungen

Auch die ein wenig störrische Kamera und die hakeligen Kämpfe zu Pferd stoßen ein wenig sauer auf. Zudem hätte Krieg eine größere Auswahl an Angriffen und Finishern gut zu Gesicht gestanden. Ansonsten bietet Darksiders: Warmastered Edition allerdings nur wenig Anlass zur Kritik.


Fazit:

awardDarksiders: Warmastered Edition stellt ein hervorragendes Remake eines zeitlosen Klassikers dar. Leider beziehen sich die Neuerungen ausschließlich auf die Grafik, allerdings können sich diese absolut sehen lassen.
Noch heute überzeugt der rundum stimmige Comic-Look des Titels auf ganzer Linie, wenngleich man dem Spiel sein Alter dennoch anmerkt.

Als Spiel funktioniert Darksiders aber noch immer hervorragend. Ein absolutes Fest für Action-Adventure Fans, welches besonders zum absolut fairen Preis von knapp 20 Euro in keiner Sammlung fehlen darf. Selbst Kenner des Originals greifen erneut zu.


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