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PS Vita Tests

Testbericht: Borderlands 2 (PS Vita)

Borderlands 2 gehört auf der PS3 und Xbox 360 ganz klar zu einem der besten Mehrspielertitel überhaupt. Im vergangenen Jahr kündigte Publisher 2K Games etwas überraschend eine Portierung des Shooters auch auf Sony’s Handheld PS Vita an. Nun ist der Titel ganz still und heimlich auf Sony’s kleinen PlayStation erschienen – ob dies ein schlechtes Zeichen war, verraten wir euch in unserem Testbericht zum Spiel.

borderlands 2 vita 2
Die Optik kann nicht mit den anderen Versionen mithalten

Willkommen auf Pandora

Die Skepsis vor dem Release der Handheld-Version von Borderlands 2 war groß. Kann 2K Games ein solch umfangreiches Spiel auf der PS Vita ebenfalls zufriedenstellend umsetzen? Dies war nur eine der Fragen, die sich viele Fans der Reihe stellten. In Sachen Umfang können wir euch auch zugleich beruhigen. Borderlands 2 bietet auf der PS Vita den gleichen Umfang wie auf den stationären Konsolen, wird als Download dadurch aber auch zu einem echten Speicherkiller, da der gesamte Umfang nicht auf eine 4 GB Speicherkarte für die Vita reicht. Wer also die Wahl hat, sollte sich lieber für die Retailversion des Shooters entscheiden.

Da der Umfang von Borderlands dank der Zusätze wie „Pirate’s Booty“ oder dem „Ultimate Vault Hunter Pack“ auf dem gleichen Stand ist wie auf den anderen Systemen, könnt ihr euch natürlich denken, dass die Story auch im Hosentaschenformat identisch ausfällt. Als einer von vier Kopfgeldjägern durchstreift ihr die weiten Umgebungen von Pandora und erlebt dabei unzählige Abenteuer, die euch mehrere Stunden an den Handheld fesseln können.

Essentiell wichtig für euer Abenteuer ist eure Entscheidung zu Beginn des Spiels. Hier entscheidet ihr euch nämlich für einen von vier Charakteren, die allesamt völlig individuelle Fähigkeiten bieten. Da wäre zum einen der durchschlagstarke Salvador, der seinen Gegnern mit schierer Waffenkraft auf den Leib rückt. Weit weniger durchschlagskräftig, dafür umso wendiger ist Zer0, der darüberhinaus spezielle Fähigkeiten und Spezialfähigkeiten bietet.

Wie es sich für ein RPG gehört, levelt ihr eure Helden im Laufe des Spiels dank gesammelter Erfahrungspunkte kontinuierlich auf und steigt Level auf und könnt dementsprechend neue Fähigkeitenpunkte verteilen. All dies werden Kenner der Borderlands-Reihe natürlich schon lange wissen, weshalb wir nun auf die PS Vita-Portierung eingehen möchten.

Vor allem in Sachen Optik gilt es auf dem Sony Handheld ein paar Abstriche zu machen. Dennoch kommt der Comicartige Grafikstil der geringeren Leistung der Vita entgegen, sodass der Titel sehr manierlich auf dem OLED-Display wirkt. Dennoch sind die Texturen nicht ganz so detailliert wie auf den großen Konsolen, die Details zurückgefahren und die Spielgeschwindigkeit leidet ein wenig unter Schluckauf. Die Ruckler sind gleichzeitig auch das größte Manko, da diese in den hektischen Gefechten durchaus dazu führen können, dass ihr einen Gegner verfehlt. Zudem dürft ihr auf der Vita nur noch zu zweit im Koop-Modus spielen. Vier Teilnehmer scheinen dann wohl zuviel des Guten für den Handheld zu sein.

Knifflig - Die Steuerung ist nicht sehr genau.
Knifflig – Die Steuerung ist nicht sehr genau.

In Sachen Steuerung wird ebenfalls deutlich, dass der Titel sich mit dem Controller besser angefühlt hat. Der PS Vita fehlen einfach ein paar Bedienelemente, sodass ihr Aktionen wie einen Sprint oder den Nahangriff über den Rückseiten-Touchscreen auslösen müsst, was aber nicht optimal funktioniert. Auch das Zielen mit dem Analogstick fühlt sich etwas schwammig an, aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit.

Richtig negativ fielen uns diverse Spielabstürze auf. Mir ist das Spiel mindestens fünfmal abgestürzt, dabei aber immer wieder an unterschiedlichen Stellen im Spiel, was natürlich dazu führen kann, dass einige Spielfortschritte noch nicht gespeichert wurden und ihr so die einzelnen Missionen noch einmal spielen müsst.

bronze-großImmerhin stimmen Akustik und Umfang. Dank toller Vertonung und Soundeffekte kracht und rumst es an jeder Ecke. Vor allem mit Kopfhörern hört sich der Titel sehr gut auf dem Handheld an. Zudem punktet Borderlands 2 mit viel Inhalt. 6 zusätzliche DLCs sind mit an Bord, was den Preis des Titels von gerade einmal 29,95 Euro fast schon zu einem Schnäppchen macht. Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt, denn der kurzweilige Spielspaß wird immer wieder von technischen Schwierigkeiten eingebremst. Davon abgesehen eignen sich die flotten Missionen für ein Handheldspiel aber ganz wunderbar. Viele der Missionen dauern nicht länger als 10 bis 15 Minuten, sodass ihr den Titel auch immer wieder für eine kurze Session daddeln könnt.


Vielen Dank an Sony PlayStation für die Bereitstellung des Testmusters!

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