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Testbericht: ARMS

Mit dem Beat em‘ Up ARMS veröffentlicht Nintendo eine komplett neue IP für die Nintendo Switch, die ambitionierte Ziele verfolgt und dabei durchaus dem Erfolg von Splatoon nacheifern könnte. In dem Prügelspiel schlüpft ihr in die Haut von skurrilen Helden, die mit ihren außergewöhnlichen Armen über größere Distanzen austeilen können und sich untereinander in verrückten Arenen messen. Ob die neue IP von Nintendo einen Knockout landen kann oder am Ende selber zu Boden geht, zeigt unser Testbericht!

 

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Auf dem Weg zum Champion!

Natürlich reiht sich ARMS ganz klar in die Reihe Spiele ein, welche vor allem im Mehrspieler-Modus glänzen. Demnach stehen Spieler die sich weltweit messen wollen, ein Party- und ein Ranglisten-Modus zur Verfügung. Während ihr euch im letzteren die Rangliste in beinharten „1-Gegen-1“-Duellen bis an die Spitze boxt, dürft ihr im Party-Modus in unterschiedlichen Variationen und ohne jeglichen Erfolgsdruck antreten. Somit erscheinen in den Party-Kämpfen beispielsweise Power-Ups oder ihr messt euch mit eurem Gegenüber in einem Basketballmatch, wie auch in Gruppenkämpfen von bis zu vier Spielern. Nebenbei kann ARMS natürlich mit einem geteilten Bildschirm zu zweit, wie auch mit mehreren Nintendo Switch-Konsolen gemeinsam gespielt werden. Im Mehrspieler-Part überzeugt ARMS fast vollkommen, nur die Gruppenkämpfe wirken etwas unübersichtlich und arten häufig in Chaos aus.

ARMS
Die Lufthoheit Ribbon Girl übernimmt das Ruder und greift Master Mummy mit Schlägen von oben an.

Wer lieber als einsamer Wolf unterwegs ist, der hat leider nicht ganz so viel Spielmodi zur Auswahl. Lediglich ein magerer Story-Modus steht bereit erobert zu werden. Obgleich dieser zwar eine Handlung in Form eines Grand Prix besitzt, dürft ihr hier allerdings keine Inszenierung wie bei einem Injustice 2 erwarten. Kurzum kämpft ihr euch nach Auswahl von einem von zehn Kämpfern und sieben Schwierigkeitsgraden von Kampf zu Kampf ohne jegliche Zwischensequenz oder Informationen zu der Handlung des Charakters. Lediglich der Endkampf lässt eine Überraschung offen, welche ich hier aufgrund der Spannung nicht weiter erläutern möchte. Demgegenüber ist der Schwierigkeitsgrad allerdings sehr gut dosiert. Wo die Gegner auf den ersten drei Schwierigkeitsstufen keine Herausforderung darstellen, wird es bei der letzten Stufe überhaupt schon schwer einen guten Schlag zu landen – unfair wird ARMS allerdings nie!


Von schlagkräftigen Locken zu langen Zöpfen!

Wie schon erwähnt darf man in ARMS zwischen bisher zehn veröffentlichten Kämpfern wählen. Neben der Tatsache, dass allesamt mit ihren „Arms“ zuschlagen können, hat jeder Boxer auch noch gewisse Eigenarten, auf welche man sich einstellen muss. Beispielsweise bekommt der blau haarige „Spring Man“ ab einem gewissen Gesundheitsstand einen Powerschub verliehen, während die attraktive Twintelle anfliegende Arms verlangsamen kann. Die Charaktere sind durch diese Fähigkeiten allesamt unterschiedlich zu spielen und eröffnen ein riesiges Repertoire an taktischen Möglichkeiten den Kampf zu gestalten. Während „Ribbon Girl“ in der Luft mit leichtfüßigen Mehrfachsprüngen glänzt, setzt der breite „Master Mummy“ auf die Defensive und regeneriert in der Deckung seine Lebensenergie. Das Design der Charaktere ist Nintendo dabei außerordentlich gut gelungen. Mit der Anzahl von zehn Kämpfern ist das Spektrum der Auswahlmöglichkeiten allerdings sehr gering. Jedoch ist dies nur halb so schlimm, weil weitere Charaktere per DLC nachgereicht werden sollen.

ARMS
Ramenkämpferin MinMin und Schatten Ninjara tänzeln umeinander herum. Kein seltenes Bild in ARMS!

Zusätzlich zu den Charakteren können im ARMS-Depot neue Arms für die einzelnen Charaktere freigeschaltet werden. Mit anderen Worten verdient ihr im Laufe eurer Karriere eine interne Währung. Diese erlaubt es euch ein Minispiel um die begehrten Arms zu starten. Hier wählt ihr einen der besagten Kämpfer aus und zerschmettert in einer bestimmten Zeit Zielscheiben. Im Laufe des Minispiels erscheinen kleine Uhren welche die Zeit verlängern. Außerdem tauchen Pakete auf, welche neue Arms beinhalten.


Sieg durch technischen K.O.

Für die Nintendo Switch macht ARMS technisch einen überragenden Eindruck. Satte Farben, eine flüssige Optik und eine sehr gute Kollisionsabfrage machen den Titel zu einem der bislang besten Switch-Spiele. Untermauert wird die ganze Sache noch von den absolut hervorragenden Animationen und der Unterstützung allerlei Kontrollmöglichkeiten, welche die Nintendo Switch zu bieten hat.

ARMS
New Challenger! Kid Cobra und das Duo Byte & Barq sind ebenfalls mit von der Partie

Fazit:Award

Schon in unserer Vorschau zum Spiel vom Global Testpunch konnte ARMS mich überzeugen. Die intensiven Duelle Boxer gegen Boxer machen einfach Spaß und erinnern mich an den Klassiker Punch-Out. Mit den unterschiedlichen Charakteren, Arms und Steuerungsmöglichkeiten bietet Nintendo den Spielern viel Freiraum und ermöglicht ihnen die Chance ihren ganz eigenen Spiel-Stil zu finden. Das Artdesign und die Animationen der Charaktere wissen zu gefallen und können überzeugen.

Demgegenüber muss sich jeder Boxer irgendwann eine Niederlage eingestehen. Auch ARMS muss den einen oder anderen Rückschlag, wie die geringe Anzahl an Kämpfern und dem überschaubaren Spielumfang für Einzelspieler, einstecken. Leider sind die Teamkämpfe auch alles andere als übersichtlich und können ein gewisses Frustpotenzial hervorrufen.

ARMS
Alle zehn Kämpfer auf einen Schlag.

Löblich: Nintendo will zukünftige Inhalte kostenlos nachliefern.

Unter dem Strich ist ARMS ein tolles, einsteigerfreundliches Beat ‚em Up, welches eine hohe Lernkurve besitzt und somit langfristig motivieren kann. Besonders überzeugt hat das Spiel aber im spaßigen Mehrspielermodus!


Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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