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Tests Wii U

Testbericht: Armillo

Es ist Juli 2014 und allmählich wird uns Gamern bewusst, dass wir uns in einer Jahreszeit befinden, die für den geneigten Zocker eher zur „Saure-Gurken-Zeit“ zählt. Ganz genau, die Rede ist vom „Sommerloch“! Da kann man sich wirklich glücklich schätzen, dass uns zumindest Nintendo über den eShop der Wii U mit neuem Zockmaterial versorgt. So ist nun auch vor kurzem der Titel „Armillo“ in unserem Testlabor angekommen, welcher schon seit 2011 in Entwicklung ist. Ob sich die lange Entwicklungszeit positiv auf den Titel ausgewirkt hat und ob man dem Titel mal eine Chance geben sollte, das erfahrt ihr hier in unserem Test.

Armillo am rollen 2

Was ist denn hier los?

Zur Geschichte: Ihr schlüpft in die Rolle von Armillo. Der titelgebende Held mit seinem gürteltierähnlichem Erscheinungsbild war lange Zeit auf Expeditionsreise und kommt nun endlich wieder zurück zu seinem Heimatplaneten. Allerdings findet er diesen anders wieder, als er noch in Erinnerung hatte. So haben es sich nicht nur die fiesen Darkbots auf dem Planeten gemütlich gemacht, sondern auch sein Bruder wurde gekidnappt. Es gibt also einiges zu tun.

Armillo am rollenDie perfekte Mischung

Hätten Sonic und Super Monkey Ball ein Kind, so würde dieses auf den Namen Armillo hören. Dies mag sich zwar im ersten Moment etwas seltsam anhören, aber genau so fühlt sich dieses Spiel vom Gameplay her an. Man rollt sich mit dem Space-Gürteltier über allerhand Planeten, tötet Gegner und sammelt bzw. befreit niedliche blaue Wesen aus ihren Gefängnissen. Hat man genügend von diesen befreit, darf man sich dem Boss des Levels stellen.

Leider sind die Bosskämpfe relativ simpel gestaltet. So sind die meisten, genau wie die Standartgegner, nach einigen Sprüngen auf den Kopf oder geschicktem „Abschießen“ bereits Geschichte.

Armillo Blaue Kreaturen

Auch wenn das Spiel in diesem Aspekt ein wenig Kritik einstecken muss, so muss man dafür aber vollends das sehr gelungene Leveldesign loben! So hat man sich für jedes Level individuell Gedanken gemacht, mit dem Ergebnis, dass jedes vollkommen einzigartig ist. Des Weiteren gibt es wunderbare abwechslungsreiche Aufgaben zu bestreiten, um die Levels auch erfolgreich beenden zu können. So muss man, wie es sich für einen Plattformer gehört, mithilfe der Sprungtaste über Abgründe springen und Gegner bekämpfen, wie der gute alte Sonic rasch durch die Level düsen oder wie in Super Monkey Ball über sehr enge Abschnitte balancieren.

 

Sammeln lohnt sichbronze-groß

Sollte es zwischendurch doch mal Probleme beim Voranschreiten geben, so kann sich hier das fleißige Sammeln all der in den diversen Leveln verteilten Gegenstände lohnen. Denn im Ingame-Shop kann man sich damit neue Herzen oder Angriffe kaufen, die einem das Leben erleichtern sollten.

Neben den über 40 verfügbaren Leveln gibt es auch noch zahlreiche Zusatzlevel welche, im Gegensatz zur 3D-Optik in den normalen Levels, mit einer 2D-Ansicht und knackigen Chiptune Sound aufwartet. Hier ist Retro-Feeling garantiert, allerdings vermiest hier die etwas schwammige Steuerung die Laune. Eigentlich schade, denn in den gewöhnlichen 3D Abschnitten ist die Steuerung einwandfrei.

 


Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

 

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