Image default
3DS Reviews

Story of Seasons: Trio of Towns Review

Mit Story of Seasons: Trio of Towns für den Nintendo 3DS gibt Nintendo euch ein weiteres Mal die Gelegenheit euch als Nachwuchslandwirt zu beweisen. Was im ersten Moment ziemlich langweilig klingt, wird im Spiel durch viele Aspekte – wie die richtige Viehzucht oder Partnerwahl – ergänzt. Ob sich der Besuch auf dem virtuellen Bauernhof lohnt, zeigt unser Testbericht!

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Ein arbeitsbedingter Umzug

Bevor ihr allerdings euren eigenen Hof bezieht, müsst ihr euch gegen euren Vater durchsetzen. Wahlweise in der Haut eines Jungen oder Mädchen – den Namen bestimmt ihr selber (später auch für eure Farm und Vieh) – setzt die Handlung an dem Zeitpunkt an, wo euer Vater eine neue Arbeitsstelle annimmt. Das bedeutet für eure Familie, dass ein Umzug unausweichlich ist. Nicht einverstanden mit der Forderung, bricht zwischen euch und eurem alten Herrn ein Streit aus, bei welchem ihr es tatsächlich schafft ihn von eurem Wunsch nach einem eigenen Bauernhof zu überzeugen. Kurzerhand seid ihr auf euch alleine gestellt und bezieht nach einem Besuch bei Onkel Frank euer eigenes Grundstück.

Story of Seasons: Trio of Towns Review
Zu Beginn dürft ihr ein paar Anpassungen vornehmen.

Man erntet was man sät

Dabei unterstützt euch Onkel Frank tatkräftig und führt euch gemächlich an das Spielgeschehen heran. Was für den einen oder anderen wie ein sehr zäher Einstieg wirkt, entpuppte sich für uns als sehr einsteigerfreundlich. Bei eurem Einstand als Landwirt müsst ihr euch gerade einmal auf eine Hacke, Gießkanne und Axt verlassen. Später stehen noch weitere Werkzeuge wie eine Spitzhacke oder eine Melkmaschine zur Verfügung.

Ebenso gibt es auch Viehzucht, bei welcher ihr verschiedene Nutztiere, wie Kühe oder Hühner, auf eurem Hof haltet. Diese füttert ihr regelmäßig, verschafft ihnen Auslauf oder reinigt ihre Ställe. Später könnt ihr die Ställe noch erweitern, woraufhin ihr logischerweise weitere Tiere auf eurem Hof unterbringen könnt.

Story of Seasons: Trio of Towns Review
Gute Ernte: Mit dem richtigen Dünger wird die Ernte noch prächtiger.

Geerntetes Gut und andere Sachen die ihr so findet, verstaut ihr in der Versandbox. Jeden Tag wird diese durch einen Dorfbewohner geleert und euch wird ein Geldbetrag auf dem Konto gutgeschrieben. Wenn ihr hingegen ein paar Items selber behalten möchtet, lagert ihr diese in der Werkzeug- oder Lagerkiste.

Das Kümmern und Pflegen eines Bauernhofs strengt natürlich an. Anhand einer Anzeige von fünf Herzen wird die Erschöpfung eures Helden symbolisiert. Habt ihr diese aufgebraucht, fällt euer Charakter in Ohnmacht und der Tag ist verschenkt. Damit ihr der Erschöpfung entgegen wirkt, müsst ihr eine Mahlzeit verzehren.

Daneben gibt es über 25 Fellnasen, welche zu Hause auf euch warten können. Darunter fallen Tiere wie Hund, Katze oder Capybara. Des Weiteren ist es außerdem möglich, eure Vierbeiner über StreetPass auf die Höfe eurer Freunde zu schicken, welche im Anschluss Gegenstände mitbringen. Doch auch persönliche Treffen lassen sich auf einer einsamen Insel vereinbaren.

Story of Seasons: Trio of Towns Review
Unterschiedliche Tiere warten auf euch.

Drei Städte erwarten euch

Der Beiname „Trio of Towns“ ist hier auch gleichermaßen Programm. Drei Städte stehen euch zum Bereisen zur Verfügung und jedes Örtchen bietet andere Geschäfte. Außerdem bewohnen jeweils zehn wichtige Bewohner einen Ort, wo sich der ein oder andere potentielle Heiratspartner verbirgt. Bevor die Hochzeitsglocken allerdings läuten, gilt es erstmal einiges an Überzeugungsarbeit für eure Herzdame- oder Buben zu leisten. Zur Bewerkstelligung führt ihr mit ihnen Gespräche oder beschenkt sie, um ihr oder sein Herz zu gewinnen.

Story of Seasons: Trio of Towns Review
In den unterschiedlichen Städten warten einige Charaktere auf euch.

Gerade zu Beginn eurer Karriere sollten aber die täglichen Nebenjobs im Vordergrund stehen. Obwohl sie im späteren Verlauf des Spielfortschritts finanziell nur noch ein Tropfen auf dem heißen Stein sind, halten sie euch in der Anfangsphase umso mehr über Wasser. Die Nebenjobs teilen sich dabei in folgende Kategorien auf:

  • Botengänge: Im Laufe des Tages nehmt ihr von unterschiedlichen Bewohnern Pakete an und bringt sie von A nach B.
  • Handwerkliche Arbeit: Startet sofort nach Annahme. Hier gilt es unter anderem Felder aufzulockern und beim Bewässern zu helfen.
  • Auslieferungsaufträge: Eine bestimmte Ernte wird benötigt. Bis zur täglichen Abholung habt ihr Zeit die gewünschten Gegenstände in eure Versandbox zu legen.

Im Gegensatz zur harten Arbeit, finden an bestimmten Tag sogenannte Festivals statt. Dabei gilt es zum Beispiel die schönste Kuh zu küren oder eine prächtige Ernte vorzuweisen. Der Gewinner des Festivals wird hochwertig belohnt und darf sich zusätzlich über einen hohen Geldbetrag freuen. Geburtstage der Bewohner lassen sich im Kalender ebenso einsehen, damit ihr auch frühzeitig noch ein Geschenk für den Gefeierten besorgen könnt.

Story of Seasons: Trio of Towns Review
Neben dem anstrengenden Job als Landwirt, entspannt ihr beim Angeln.

Technik

Dank der drei verschiedenen Ortschaften bietet Story of Season: Trio of Towns  eine deutlich abwechslungsreichere Optik als sein Vorgänger. Die sehr kompakt gestalteten Städte sind dabei allesamt stilistisch passend in Szene gesetzt. Kaum existent hingegen ist der 3D-Tiefeneffekt.

Die akustische Untermalung punktet mit Ohrwurmgefahr, könnte aber abwechslungsreicher sein. Lediglich ein einziges Lied pro Ortschaft hat es ins Spiel geschafft.

 


Fazit:

Award

Ihr seid bei Dark Souls zum gefühlt hundertsten Mal gestorben? Bei Mario Kart 8 wurdet ihr in der letzten Runde komplett nach hinten durchgereicht? Oder aber ihr habt mal wieder bei FIFA 18 ein Spiel in der letzten Minute aus der Hand gegeben? Dann ist Story of Season: Trio Towns genau das Richtige für euch, um entspannten Spielspaß zu genießen. Der bunte Grafikstil, wie auch der passende, aber mit erwähnten Abstrichen versehene  Soundtrack, übermittelt zu jeder Zeit die richtige Atmosphäre. Die Städte selbst sind stilistisch gut designt, wirken aber zum Teil etwas minimalistisch.

Demgegenüber überzeugt das Gameplay auf ganzer Linie. Die Tutorials sind toll integriert und führen euch an das Gameplay für einen perfekten Einstieg heran. Dadurch kann das Spiel gerade für Veteranen zu Beginn doch sehr zäh und langatmig wirken – aber dies ist nur ein kleiner Makel. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und fügen sich exzellent in das Spiel ein. Leider schaffen es die rudimentären Teilzeitjobs nicht ganz zu überzeugen und auch die Ausdauer eures Charakters ist zu Beginn stark limitiert.

Nichtsdestotrotz ist Story of Season: Trio Towns ein sehr entspannendes Spiel, welches sich vor allem Spieler die mit dem Genre etwas anfangen können, ruhig zu Gemüte führen können.


 

 

 

verwandte Beiträge

Nine Parchments Review

Christian Ibe

FIFA 18 Review (Nintendo Switch)

Nature225

Hardwaretest: Nintendo 3DS XL

Nature225