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Sonic Forces Review

Mit Sonic Forces schickt SEGA den neuesten Ableger rund um den Hochgeschwindigkeits-Igel Sonic auf die Piste. Dabei begibt sich der sympathische Racker wie in guten alten Zeiten mit schwindelerregenden Geschwindigkeiten durch die Green Hill Zone, springt durch ein stark beleuchtetes Casino und nimmt den Kampf gegen Dr. Ivo Robotnik (Spitzname: Dr. Eggman) zur Rettung der Welt auf. Zudem dürft ihr zum ersten Mal einen eigenen Charakter erstellen. Warum Sonic trotz guter Ansätze Probleme hat in der Spur zu bleiben, verrät unser Testbericht!

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Die Geburt eines Helden!

Wieder einmal steht die Welt vor dem Chaos und der Serienfiesling Dr. Eggman trägt Schuld daran. Mithilfe seines neuen Verbündeten Infinite schafft er es den blauen Igel in seine Schranken zu weisen und die Sonic-Welt zu erobern. Sonic hingegen wurde ins Weltall geschossen und fristet ein trostloses Dasein in einer kargen Zelle.

Gut, dass unser Held eine ganze Menge Freunde hat, die sich auf eine Rebellion gegen den korpulenten Wissenschaftler vorbereiten. Darunter zählen neben den bekannten Gesichtern wie Knuckles und Tails auch noch diverse andere Charaktere wie beispielsweise Silver the Hedgehog oder Rouge the Bat

Sonic Forces Review
Auch bei Sonic Forces gilt es wieder Ringe einzusammeln.

Bevor ihr euch aber schlussendlich mit dem verrückten Doktor anlegt, erstellt ihr den wirklichen Helden des Spiels und schließt euch als sogenannter Rekrut der Rebellion an. Richtig gelesen: Zum ersten Mal erschafft ihr als Spieler einen eigenen spielbaren Charakter im Sonic-Universum. Ihr könnt euren Helden zunächst anhand einer Tiergattung bestimmen und wählt zwischen verschiedenen Tierarten wie Wolf, Vogel oder Igel aus. Anschließend könnt ihr euren Helden farblich individualisieren und einkleiden. Weitere Anpassungsmöglichkeiten schaltet ihr im Laufe des Spiels frei.


Mit Überschallgeschwindigkeit am Ziel vorbei

Durch bahnbrechende Geschwindigkeiten, coole Moves und seinem gewohnt lässigem Mundwerk beweist der beliebte blaue Igel in Sonic Forces wieder einmal mehr für was er steht. Doch auch euer eigens kreierter Avatar braucht sich keineswegs verstecken und kann dank seines Enterhakens hohe Abgründe überwinden, scharfe Kurven nehmen oder seine Gegner mit unterschiedlichen Waffen ordentlich in die Mangel nehmen. Alles in allem fällt das Jump ’n‘ Run mit knappen fünf Stunden Spielzeit aber deutlich zu kurz aus. Viele der Hauptlevel lassen sich zum Teil unter zwei Minuten abschließen und sind dabei nicht immer wirklich herausfordernd.

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Ihr dürft den erstellten Avatar frei nach eurem Belieben einkleiden und gestalten.

Dem gegenüber stehen vergleichsweise wenige 2D-Level, die wirklich den Spielspaß bieten können, für den wir Sonic-Games lieben. Während ihr in den 3D-Welten zumeist lediglich geradeaus lauft und dauerhaft Sonics Überschallgeschwindigkeit per Knopfdruck (beim Rekruten seine jeweilige Waffe) aktiviert und damit jegliche Feinde aus dem Weg räumt, schlüpft ihr in den 2D-Arealen in die Rolle des klassischen Sonic und erfreut euch an dem traditionellen Gameplay. Außerdem ist es so gut wie nicht möglich durch Eigenverschulden zu sterben. Viel mehr gebt ihr den Löffel aufgrund seltsamer Spielmechaniken ab. Anders gesprochen erlebt ihr den virtuellen Tod deshalb, weil euer Charakter nach dem Bespringen einer Sprungplattform über eine anliegende Grind-Schiene hinweg springt oder in einer Kurve unverhofft aus der Bahn geworfen wird. Beim nächsten Versuch sieht das schon wieder ganz anders aus und ihr schafft die Passage ohne Probleme.

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Unterschiedliche Waffen stehen euch zur Verfügung.

Neben den Hauptaufträgen, habt ihr die Möglichkeit diversen Nebenbeschäftigungen wie Hilferufen oder Avatar-Missionen nachzugehen. Das Abschließen solcher Level belohnt euch mit neuen Kleidungsstücke oder Waffen für euren Rekruten.


„Unterschiedliche“ Bosskämpfe erwarten euch

Dabei stehen natürlich die Erfindungen von Dr. Robotnik an vorderster Front. Neben diesen tritt uns natürlich auch Nachwuchs-Bösewicht Infinite in unterschiedlichen Variationen entgegen. Zumeist sind die Endgegner aber ebenso wie das restliche Spiel wenig herausfordernd und erfordern kaum individuelle Herangehensweisen. So sind zum Beispiel zwei Auseinandersetzungen mit Infinite und die Konfrontation mit Metal Sonic sehr ähnlich aufgebaut, sodass Potenzial in Sachen Abwechslung verschenkt wird. Das bedeutet, ihr lauft auf einer geraden Ebene euren Widersachern nach, weicht Hindernissen aus und attackiert euren Widersacher, wenn ihr den Abstand deutlich verkürzt habt.

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Infinite hat sich Dr. Robotnik angeschlossen und fordert euch ein ums andere Mal heraus.

Sonic, schön wie noch nie

Technisch, gegen all der bereits genannten Kritik, ist Sonic Forces aber der bislang schönste Serienteil. Noch nie waren die Modelle der einzelnen Charaktere so ansprechend und das Artdesign so überzeugend. Der hämmernde Soundtrack und die coolen Sprüche des blauen Igels setzen dabei dem Ganzen noch die Krone auf. Lediglich die Steuerung patzt das ein ums andere Mal, macht aber ansonsten auch einen soliden Job. Und das Wichtigste natürlich: Es läuft zu jeder Zeit flüssig!

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Fazit:

Mit Sonic Forces hat mir SEGA einen Kindheitstraum erfüllt, indem sie mir die Gelegenheit gegeben haben einen eigenen Helden im Sonic-Universum zu erstellen. So konnte ich mit meinem weißen Wolf auch voller Vorfreude in das Abenteuer starten. Leider wurde diese Vorfreude im Anbetracht der rudimentären Level und des geringen Umfangs, welchen Sonic Forces zu bieten hat ziemlich eingebremst. Fünf Stunden Spielzeit sind in meinen Augen einfach ein bisschen zu wenig, zumal einige der 3D-Level auch sehr uninspiriert wirkten. Demgegenüber haben mir die klassichen Retro-Abschnitte mit dem klassischen Sonic umso mehr gefallen. In den 3D-Abschnitten kommt das Spiel einfach nicht so richtig in Fahrt und verschwindet im Schatten des ebenso kürzlich erschienenen Super Mario Odyssey.

Auch im Bereich der spielbaren Charaktere hätte ich mir ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Hier übernehmen wir lediglich die Rollen beider Sonics, unseres Avatars und Shadow the Hedgehog, der in drei Bonus-Level zum Einsatz kommt. Technisch punktet Sonic Forces dafür mit einem flüssigen Spielfluss, einer ansehnlichen Optik und einem überzeugenden Soundtrack. Fans von Sonic the Hedgehog dürfen gerne einen Blick riskieren. Für alle Anderen lohnt wohl eher ein Blick auf Sonic Mania.


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