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Resident Evil 7 Gold Edition Review

Mit der Resident Evil 7 Gold Edition, aus dem Hause Capcom, erschien eine Gesamtausgabe des Horrortitels Resident Evil 7 und den dazugehörigen herunterladbaren Inhalte. Zum Release haben wir das Hauptspiel auf Herzen und Nieren getestet und waren von der Neuinterpretation der Reihe begeistert.

Dementsprechend wollen wir in unserem Review zur Gold Edition das Hauptspiel ein wenig außer Acht lassen und werden verschärft auf die Zusatzinhalte eingehen. Ob sich die Bonuskapitel also lohnen, verraten wir euch mit unserem nachstehenden Test!

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Ein Wiedersehen mit Chris Redfield

Den Anfang macht dabei der Not a Hero-DLC, in dem ihr für ungefähr zwei Stunden in die virtuelle Haut von Serienveteran Chris Redfield schlüpft. Schon relativ früh kommt dabei die Frage auf, warum er sich dem zwielichtigen Umbrella-Konzern angeschlossen hat. Obgleich Umbrella aus Resident Evil 7 als „komplett neues Unternehmen“ bezeichnet wird. 

Doch wollen wir uns nicht weiter mit dieser eventuellen Logiklücke beschäftigen, sondern uns den wesentlichen Dingen widmen. Alles in allem kann man nämlich sagen, dass die Zusatzepisode um einiges actionreicher ausfällt, als das Hauptspiel. Es wird also viel geschossen und gekämpft. Auch wenn sich das auf den ersten Blick negativ liest, so entpuppt sich das Kapitel doch als angenehme Abwechslung. Genau wie im Basisspiel oder in den anderen DLC’s steuert ihr Chris aus der Ego-Perspektive und nehmt den Kampf mit allen möglichen Infizierte auf.

Resident Evil 7 Review
Not a Hero steht die Action im Vordergrund.

Zudem hat unser Held den Auftrag Lukas Baker ausfindig zu machen. Dieser ist nämlich nach den Vorfällen aus dem Hauptspiel verschwunden. Damit ihr für dieses Vorhaben nicht wehrlos seid, stehen euch verschiedene Waffen wie eine schallgedämpfte Pistole oder eine Schrotflinte zur Verfügung. Der Schwierigkeitsgrad bei dem ganzen Spektakel ist dabei durchaus knackig, sodass der freischaltbare Profi-Modus nur erfahrenen Spielern zu empfehlen ist. Außerdem fehlt es den Arealen gehörig an Abwechslung. Die meiste Zeit verbringt ihr demnach in einem Minen-Bereich.


Der schlagfertige Onkel eilt zur Rettung

Der zweite große DLC in der Gold Edition und der neueste Zusatzinhalt zu Resident Evil 7 ist End of Zoe, welcher nach den Geschehnissen mit Zoe in der Haupthandlung ansetzt. In der Rolle des für euch noch unbekannten Onkel Joe macht ihr euch auf den Weg, um eure Nichte zu retten.

Ähnlich wie bei Not a Hero, schmälern die actionreichen Abschnitte die düstere und erdrückende Atmosphäre gewaltig. Anders als Mister Redfield, bedient sich Joe seiner puren Manneskraft und behagt die Gegner mit schmetternden Fausthieben. Ab und an greift er allerhöchstens Mal zu Wurfspeeren. Wie ein Wrestler schleudert der schlagfertige Onkel seine Feinde zu Boden, verteilt Schellen wie seinerzeit Bud Spencer und sorgt mit humorvollen Kommentaren für den einen oder anderen Lacher. Dabei steuert ihr mit den Schultertasten Joes Fäuste, pariert gegnerische Angriffe und kontert anschließend mit mächtigen Wurfangriffen. Die Kampfsteuerung funktioniert dabei überraschend gut und vermittelt ein dynamisches Spielgefühl, auch wenn es bei mehreren Gegnern schnell mal unübersichtlich wird.

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Manchmal muss Onkel Joe auch zu Wurfspeeren greifen.

Ebenso wie Chris‘ seine Jagd nach Lukas Baker, beruft sich die Spielzeit bei End of Zoe auf ungefähr zwei Stunden. Obwohl das schlagfertige Scharmützel nicht unbedingt sehr abwechslungsreich erscheint, fühlten wir uns in den zwei Stunden sehr gut unterhalten. End of Zoe ist übrigens nicht Teil des Season Passes und ist einzeln für einen happigen Preis von 14,99 Euro erwerbbar (spielt aber für Interessenten der Gold Edition ohnehin keine Rolle).


VHS? Die gibt es noch?

Ja, gerade in Resident Evil 7 sind die Videobänder ein essenzielles Mittel um euch durch die Geschichte zu führen. Schon relativ früh nach der Erscheinung von Resident Evil 7, erschienen zwei verschollene Videos in Form der ersten beiden DLC. Diese hörten auf die Namen Banned Footage 1 und Banned Footage 2. Anders als bei End of Zoe oder Not a Hero, handelt es sich hierbei um kürzere Episoden.

Während ihr euch bei Banned Footage 1 in den Fängen von Marguerite Baker befindet und in einem atmosphärischen und vom Schwierigkeitsgrad herausfordernden Fluchtversuch beweist, werdet ihr bei der zweiten Kassette freundlicherweise vom Familienoberhaupt Jack Baker zum Geburtstag eingeladen. Außerdem werdet ihr noch mit neuen Spielmodi, wie einem Hordemodus bei Laune gehalten.

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Besser aufessen: Marguerite Baker kümmert sich „mütterlich“ um euch.

Happy Birthday, Jack!

Das Herzstück beider Bänder stellt aber tatsächlich die Flucht aus Marguerites Schlafzimmer da. Ihr seid ans Bett gefesselt und müsst versuchen zu entkommen. Dabei müsst ihr verschiedene Sachen erledigen und Rätsel lösen, OHNE, dass die Dame des Hauses davon Wind bekommt. Diese wird nämlich immer mal wieder ins Zimmer schauen. Dementsprechend gilt es schleunigst alle auf euch hinterlassenen Spuren zu beseitigen. Mit anderen Worten müsst ihr darauf achten die Schubladen nach dem Durchsuchen wieder zu schließen und natürlich solltet ihr euch auch wieder selber an das Bettgestell fesseln. Der kleinste Fehler wird von Frau Baker geahndet und bringt euch schneller zum Ableben, als ihr gucken könnt.

Demgegenüber steht die etwas „lieblose“ Geburtstagsfeier von Jack. Eure Aufgabe ist es Jack Geschenke zu bereiten. Dafür lauft ihr durch das Anwesen und sammelt verschiedene Gegenstände, welche ihr beispielsweise zu einer Zuckertorte kombiniert. Anschließend präsentiert ihr dem Geburtstagskind eure Geschenke und werdet mit Punkten belohnt. Zwar erwarten euch hierbei humorvolle und abstruse Reaktionen von Jack, wie auch verschiedene Gegner, doch alles in allem sorgt der Modus nur für kurzweiligen Spaß. Atmosphärisch ist er aber allemal und bringt die Verrücktheit der Bakers anständig rüber.

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Happy Birthday Jack: Habt ihr schon ein passendes Geschenk für das Familienoberhaupt?

Abschließend kann man noch sagen, dass sich technisch nichts im Vergleich zur Einzelversion geändert hat. Auch in der Resident Evil 7 Gold Edition erwartet euch ein atmosphärisch hochwertiges und flüssiges Spielerlebnis. Die etwas rauschige Optik und die ansprechende Soundkulisse bringen die düstere Atmosphäre hervorragend rüber und sorgen kombiniert mit zahlreichen Jumpscares für Gänsehaut.


Fazit:

AwardDie Gesamtedition von Resident Evil 7 lohnt sich eigentlich nur für diejenigen, die noch nicht im Besitz der Urfassung sind und jetzt mit einem Kauf liebäugeln. Wer hingegen schon das Hauptspiel und die DLCs besitzt, für den bietet die Gold Edition aufgrund nicht vorhandener Änderungen kein Kaufargument.

Dennoch fühlt sich das Spiel als Gesamtpaket nochmal deutlich umfangreicher und vollständiger an. Die Zusatzinhalte sorgen für einen reibungslosen Abschluss der Haupthandlung, auch wenn sich die ein oder andere Logiklücke mit eingeschlichen hat. Ebenso wie zu unserem damaligen Review, können wir auch hier eine klare Empfehlung aussprechen! Vorausgesetzt ihr seid noch nicht mit der Einzelversion und dem Season Pass bedient.


Testbericht: Resident Evil 7

 

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