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PlayStation Neo: Fluch oder Segen? Ein Kommentar

Die (noch immer nicht offiziell bestätigte) Ankündigung einer neuen, leistungsfähigeren Version der PlayStation 4 seitens Sony spaltet seit Wochen die Spielerschaft in zwei Lager: Während die Einen das Ende der klassischen Konsolenära heraufbeschwören wollen, freuen sich die Anderen über die Möglichkeiten, welche die neue Hardware mit sich bringt. Auch ich möchte mich an einem kurzen Kommentar versuchen und meine Meinung zu dem Thema kundtun und bin gespannt darauf, wie ihr das Ganze seht.

Schärferes Bild und mehr Kontrast dank Ultra HD. Nun endlich auch für die PlayStation 4?
Schärferes Bild und mehr Kontrast dank Ultra HD. Nun endlich auch für die PlayStation 4?

Die Ausgangslage

Die PlayStation Neo – so der Arbeitstitel der neuen Konsole – ist noch immer nicht offiziell, dennoch sind sich Experten bereits über die technischen Details einig: Der Chipsatz des Systems stammt, wie bei der PS4, von Hersteller AMD und ist grundsätzlich erstmal baugleich, bietet allerdings 2,1 GHz Taktung pro Kern und damit ganze 0,5 GHz mehr.
Auch die Höhe des Arbeitsspeichers bleibt identisch, allerdings setzt die neue Konsole auch hier auf eine höhere Taktfrequenz, nämlich satte 218 GByte/s gegenüber den bisherigen 176 GByte/s. Weitaus mehr getan hat sich hingegen im Bereich der Grafikeinheit, welche nun mit der doppelten Menge an Compute Units daher kommt, welche noch dazu über 911 MHz, statt den bisher 800 MHz verfügen. Grob gesagt ermöglicht das der neuen Hardware theoretisch, mehr als die doppelte Grafikleistung der bisherigen PlayStation 4 auf den Bildschirm zu zaubern.
Aller Wahrscheinlichkeit nach setzt die Neo dabei zusätzlich auf eine neuartige Struktur von AMD, welche unter anderem HDMI 2.0 unterstützt und somit 4K-Ultra-HD Auflösungen bei flüssigen 60 Bildern pro Sekunde ermöglicht und deutlich stromsparender agiert, als der aktuelle Chipsatz.

PlayStation VR soll von der stärkeren Hardware profitieren
PlayStation VR soll von der stärkeren Hardware profitieren

Wozu eigentlich die stärkere Hardware?

Auf dem Papier liest sich das Ganze schon einmal ziemlich interessant, bleibt allerdings die entscheidende Frage: Wozu das alles?
Nun, der Hauptgrund liegt offenbar darin, bei gleichbleibender Grafikqualität eine höhere Auflösung und eine stabile Bildwiederholungsrate zu erzielen. Außerdem zielt man auf höhere Leistungen in Verbindung mit der kommenden Virtual-Reality-Brille PlayStation VR ab und will dem Endkunden die Möglichkeit bieten, 4K-Ultra-HD-Inhalte auf dem Gerät abspielen zu können – wozu die aktuelle Konsole eben noch nicht in der Lage ist. Ob es sich dabei ausschließlich um 4K-Filme handelt oder ob wir in der Zukunft auch in den Genuss ultrahochauflösender Spiele kommen werden, ist bisher noch unklar.

Fakt ist allerdings (so zumindest die bisherigen Meldungen), dass alle Spiele auch zukünftig auf der aktuellen Hardware – welche auch weiterhin im Handel erhältlich sein wird – spielbar sein müssen.  Titel, die ab Oktober 2016 erscheinen werden, sollen dann aber über  einen Neo-Modus verfügen, welcher optional vom Spieler aktiviert werden kann. So soll man zusätzliche Funktionen wie beispielsweise eine höhere Auflösung, mehr Grafikeffekte und eine stabilere Bildwiederholungsrate erreichen können, welche auf der normalen PS4 scheinbar technisch nicht möglich wären.
Ein entsprechendes Spiel wäre also auf beiden Hardwarevarianten im selben Umfang spielbar, böte auf der Neo aber eine höhere grafische Qualität und (möglichweise) in Sachen Onlinegaming auch einen signifikanten Vorteil durch die stabilere Bildrate. Außerdem soll es Entwicklern möglich sein, bereits veröffentlichte Titel per Update durch die neuen Features aufzuwerten.

Ob sich am Design der eigentlichen Hardware etwas ändert, bleibt abzuwarten.
Ob sich am Design der eigentlichen Hardware etwas ändert, bleibt abzuwarten.

Butter bei die Fische: Was halte ich von der PlayStation Neo?

 

Wie bereits eingangs erwähnt, spaltet die neue Konsole die Spielerschaft in zwei Lager. Ich persönlich kann die Kritik oder besser gesagt die Angst am System zwar nachvollziehen, bin allerdings anderer Meinung und sehr angetan von dem Konzept.
2016 ist und wird ein spannendes Jahr für technisch Interessierte, denn mit 4K-Ultra-HD und Virtual Reality halten zwei enorm spannende Konzepte Einzug ins heimische Wohnzimmer und entsprechende Endgeräte positionieren sich langsam aber sicher in einem bezahlbaren Preissegment. Da die mittlerweile knapp drei Jahre alte PlayStation 4 noch nicht in der Lage ist, diese Inhalte abzuspielen, ist es meiner Meinung nach nur konsequent, dieses Feature nachzuliefern. Ich persönliche gehe einfach mal davon aus, dass die aktuelle Hardware nicht über die nötigen Ressourcen verfügt und daher ein neues Modell unabdingbar ist, daher halte ich die PlayStation Neo für den richtigen Schritt.
Wer einen 4K-TV im Wohnzimmer stehen hat, möchte auch von der höheren Auflösung profitieren. Ein entsprechender Blu-Ray-Player liegt derzeit noch bei einer UVP von knapp 500 Euro, was die Neo vom angepeilten Verkaufspreis von etwa 400 Euro verhältnismäßig günstig erscheinen lässt.

Ich finde es klasse, dass man bei Sony nicht das aktuelle Modell fallen lässt und auch künftig alle Titel auf beiden Systemen in demselben Umfang spielbar sein müssen. Somit lässt man Spielern die freie Wahl, was den Kauf angeht. Bin ich mit dem zufrieden, was ich habe? Oder muss ich unbedingt die neuen Features und rein auf technischer Ebene basierenden Verbesserungen haben?

Spannend bleibt allerdings, ob die Entwickler auch weiterhin versuchen werden, das Bestmögliche aus der Version für die PS4 herauszuholen. Immerhin birgt die neue Hardware die Gefahr, dass man sich möglicherweise verstärkt auf den Neo-Modus konzentriert und die „Standard“ Version nur halbwegs ordentlich dahinschludert, aber das kann ich mir eigentlich nicht wirklich vorstellen, immerhin schneidet man sich dabei ins eigene Fleisch.

Abschließend bin ich der Meinung, dass die PlayStation Neo beziehungsweise eine auf Detailverbesserungen setzende, neue Konsole der richtige Weg ist. Warum ein komplett neues System konzipieren, welches die Entwickler bei ihrer Arbeit möglicherweise vor Probleme stellt, statt einfach das zu nehmen, was man bereits hat und womit man zurecht kommt? Ich jedenfalls bin angetan von der Idee und warte gespannt den weiteren Informationen und Ankündigungen zu dem Thema. Sony geht für mich den richtigen Weg und offenbar arbeitet man ja auch bei Microsoft an einem ähnlichen Konzept. Bleibt abzuwarten, wie sich die ganze Thematik in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt – die E3 kommenden Monat dürfte allerdings ziemlich spannend werden und einige Überraschungen bereithalten.


Das ist also meine Meinung zu dem Thema, jetzt bin ich allerdings gespannt, was ihr davon haltet und freue mich auf eure Kommentare.

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