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Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive Review

Mit einem ersten skeptischen Blick erhielt ich das Side-Scrolling-Beat ‚em up Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive aus dem Hause MAGES. Für mich sah der Titel anfangs sehr eintönig und langweilig aus. Warum mich das zweidimensionale Hack & Slay aber doch schon nach den ersten Spielminuten eines Besseren belehren konnte, zeigt der nachfolgende Testbericht!

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Das Mädchen, welches ihre Kräfte verlor

Zu Beginn des Spiels, dürft ihr euch erstmal einen Charakter aussuchen. Dabei stehen euch fünf individuelle Anime-Damen zur Verfügung, wobei der Kader noch durch Kurisu, aus dem Anime Stein;Gate, um ein sechstes Mitglied ergänzt wird. Habt ihr euch schließlich für eine Spielfigur entschieden, dürft ihr noch schnell den Schwierigkeitsgrad bestimmen und ebnet euch auch schon im nächsten Moment euren Weg durch das beliebte japanische Elektronikviertel Akihabara.

Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive
Während der einzelnen Level prügelt ihr euch mit den unterschiedlichsten Gestalten.

Dabei nehmt ihr es mit einer Vielzahl von Rüpeln und anderen Schergen in bester Teenage Mutant Ninja Turtles: Turtles in Time- oder Final Fight-Manier auf. Ihr werdet schnell merken, dass ihr unglaublich stark und schnell seid, wie auch eine Vielzahl von Angriffen auf dem Kasten habt. Doch der Schein trügt, denn am Ende des ersten Level werdet ihr euren Fähigkeiten beraubt. Ab diesem Zeitpunkt ist es schließlich eure Aufgabe, euch eure Talente zurückzuholen.


Sieh mal was ich alles kann!

Damit ihr euch an euren Widersachern für das Berauben eurer Kräfte rächen könnt, weisen die spielbaren Mädels ein breites Spektrum an unterschiedlichen Angriffen auf. So verfügt jeder Charakter über jeweils drei Grundschlagarten (schwacher, mittlerer und starker Schlag), welche sich zu Kombinationen verketten lassen. Hinzu kommen noch je nach Avatar diverse Spezialattacken, wie zum Beispiel das Verschießen von Energiebällen oder das Werfen von Shuriken. Defensive Möglichkeiten wie das Kontern, Ausweichen oder Blocken komplettieren das Ganze schließlich. Richtig aufregend wird es, sobald die sogenannte Burst-Leiste (oben links unter der Lebensleiste) gefüllt ist. So ist es möglich, mächtige EX-Angriffe auszuführen oder einen Phantom Break hervorzurufen. Obwohl es kein richtiges Tutorial bei Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive gibt, habt ihr zu jeder Zeit die Möglichkeit im Pausemenü nachzulesen, wie die einzelnen ausführbaren Handlungen funktionieren.

Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive
Nach dem Füllen der Burst-Anzeige könnt ihr mächtige Angriffe entfesseln.

Alles in Allem entpuppt sich das Kampfsystem als sehr farcettenreich. Während ihr euch in den anfänglichen Level noch gut mit dem stumpfen Button-Smashing über Wasser haltet, werdet ihr mit dieser Taktik später auf Granit beißen. Mit anderen Worten werden die Kämpfe deutlich taktischer und verlangen euch als Spieler doch schon einiges ab.

Eine Besonderheit: Ihr habt stets per Knopfdruck die Möglichkeit zwischen Vor- und Hintergrund zu wechseln. Sollte es euch also auf einer Ebene zu viele Gegner sein, so könnt ihr einfach auf die andere springen.


Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive und… Juwelen *.*

Besiegte Gegner bringen euch Münzen oder unterschiedlich geformte Rubine, welche den Highscore nach oben treiben. Außerdem sammelt ihr nach dem Abschluss Erfahrungspunkte, welche im besten Fall zu einem Stufenaufstieg führen. Dadurch könnt ihr neue Fähigkeiten freischalten und die Attribute eures Charakters verbessern.

Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive
Besiegte Gegner laufen Münzen und Rubine springen.

Mit bis zu vier Freunden prügeln

Neben dem Story-Modus, stehen euch zudem noch ein lokaler Koop und ein Versus-Modus zur Verfügung. Vor allem im Versus-Modus wird euch schnell bewusst, wie komplex das Kampfsystem eigentlich ist. Im Gegensatz dazu erwartet euch zusätzlich noch ein Arcade-Modus, bei welchem es darum geht einen höchstmöglichen Highscore zu erreichen.

Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive
Der lokale Koop entpuppt sich definitiv als Herzstück des Spiels.

Technisch retro

Technisch setzt Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive sowohl optisch, wie auch akustisch, auf charmantes Retro-Feeling. Die einzelnen japanischen Panoramen, auf welchen ihr euch bewegt sehen zudem fantastisch aus und die Kämpferinnen werden in einem schicken Pixel-Look dargestellt. Untermalt wird das Ganze durch japanische Kampfschreie und einem ebenso passenden Soundtrack.

Obwohl der Titel keine deutsche Vertonung bietet, so verfügt er wenigstens über deutsche Bildschirmtexte, auch wenn die nicht immer gut übersetzt worden. Beispielsweise wird ein Spielmodus mit der unglaublich detailreichen Beschreibung „Spielen!“ erklärt.


Fazit:

Wie schon in der Einleitung gesagt, habe ich fälschlicherweise weniger von Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive erwartet, als ich schlussendlich bekommen habe. Denn das Resultat kann sich durchaus spielen lassen. Das Kampfsystem entpuppt sich als äußerst komplex für das Genre, der Retro-Look steht dem Spiel unheimlich gut zu Gesicht und der lokale Mehrspieler-Modus sorgt für eine ganze Menge Couch-Spaß. Einzig im Bereich der recht redundanten Handlung, dem rudimentären Tutorial und der teils unpassend gewählten Bildschirmtexte muss sich Phantom Breaker Battle Grounds Overdrive ein paar Abzüge gefallen lassen. Wünschenswert wäre zudem auch noch ein Online-Koop gewesen.

Trotzdem eine klare Empfehlung von uns, wenn ihr auf 2D-Side-Scrolling Beat ‚em Ups à la Final Fight steht und euch mit weiblichen Anime-Charakteren zufrieden gebt.


 

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