Image default
PS4 Reviews Xbox One

Pankapu – The Dreamkeeper Review

Neben Super Mario, Sonic oder Rayman verschwinden andere Jump ’n‘ Runs wie Wonder Boy oder Shantae gerne mal im Schattendasein. Auch Pankapu – The Dreamkeeper könnte dieses „Schicksal“ ereilen. Warum Pankapu – The Dreamkeeper dennoch das Potenzial zu einem Überraschungshit besitzt, verrät euch unser Testbericht!

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Gut gegen Böse

Auf den ersten Blick handelt es sich bei Pankapu um eine klassische „Gut gegen Böse“-Story. Mit anderen Worten bedroht eine dunkle Macht das Land und nur ihr seid in der Lage das Übel zu unterbinden. Aufschluss dafür, dass die Handlung doch mehr als nur 08/15-Kost ist, demonstriert Pankapu damit, dass es geschichtlich in zwei verschiedenen Welten spielt.

Pankapu - The Dreamkeeper
Alles beginnt damit, dass ein Vater seinem Sohn eine Geschichte erzählt.

Unsere Geschichte beginnt in dem ansehnlichen idyllischen Land „Omnia“. Ein kleiner Junge liegt in seinem Bett, während sein Vater ihm eine Geschichte vom Beschützer der Träume „Pankapu“ erzählt. Genau diese Geschichte stellt euer bevorstehendes Abenteuer dar. In der Rolle des Dreamkeepers findet ihr neue und alte Freunde, rettet das Traumland von Omnia, erlernt neue Fähigkeiten und zieht gegen „alptraumhafte“ Widersacher in den Kampf. Wer hier furchteinflößende Oger und Dämonen à la Dark Souls erwartet, der liegt falsch. Viel mehr erinnern die Gegner an gute Disney-Streifen oder an die Kingdom Hearts-Reihe.


Vom Schwert, über den Bogen, bis hin zur Magie

Pankapu - The Dreamkeeper
Pankapu kann im Laufe des Spiels unterschiedliche Formen annehmen.

Von der Basis her handelt es sich bei Pankapu – The Dreamkeeper um einen klassischen 2D-Platformer. Nach diesem Prinzip folgt ihr also der Handlung Welt für Welt und meistert verschiedene Sprungpassagen, während ihr Schattenwesen mit eurer Waffe bekämpft.

Zu Beginn steht euch dafür die sogenannte Aegis für das Schwert und den Schild zur Verfügung. Im Laufe des Spiels schaltet ihr weitere Gegenstände wie einen Bogen oder einen Zauberstab frei. Habt ihr euch diesen Luxus erstmal erspielt, so wechselt ihr je nach Belieben und Situation zwischen den drei unterschiedlichen Ägiden. Ebenso darf sich euer kleiner Held im weiteren Spielfortschritt über neue Fertigkeiten freuen. Beispielsweise bekommt ihr recht früh die Möglichkeit euer Schwert wie einen Bumerang zu schleudern, oder eine Stampfattacke auszuführen um neue Wege zu offenbaren.

Pankapu - The Dreamkeeper
Mit Pfeil und Bogen nehmen wir unseren Gegner ins Visier.

D…d…das Haus bewegt sich!

Wir sprachen bereits von den alptraumhaften Gegnern und ihrer Erscheinungsbilder. Jetzt möchten wir aber auch etwas auf das Verhalten unserer Feinde eingehen. Diese bewegen sich nämlich nicht nur stumpf auf euch zu und versuchen Pankapu zu treffen, sondern erfordern auch je nach Art eine gewisse „Taktik“. Mal verstecken sie sich feige unter einem Baumstamm, wenn ihr euch ihnen nähert und ein anderes Mal müsst ihr erst einen Angriff erfolgreich mit dem Schild blocken, bevor ihr austeilen könnt. Auch fordernde Bosskämpfe erwarten Pankapu auf seinem Weg, bei welchen ihr erst mal die Schwachstelle und das Angriffsmuster analysiert. Sagen wir mal einer dieser „Wesen“ würde sich in einem Zwiebel artigen Haus verschanzen und beschießt euch mit großen Blasen aus schwarzer Flüssigkeit. So müsst ihr erst einmal abwarten und ausweichen, bis sich das Ungetüm in Sicherheit gewogen fühlt und das Haus anhebt, bevor ihr mit dem Schwert ordentlich austeilt.

Pankapu - The Dreamkeeper
Unterschiedliche Gegnertypen lauern überall.

Fordernd!

Was anfänglich noch relativ leicht und mit wenigen „Game Over“-Bildschirmen daherkommt, wird doch mit zunehmender Spieldauer schwieriger. Pankapu besitzt nur einen relativ geringen Lebensvorrat, welcher sich nur erhöht, wenn ihr vier Herzteile zusammenfügt – kennt man, oder? Doch auch die Sprungeinlagen werden nicht einfacher. Ganz im Gegenteil: Es erwarten euch tödliche Gewässer, verschindende Plattformen und allerlei andere Schikanen, welche euch abhalten das überaus ansehnliche Spiel abzuschließen.

Pankapu - The Dreamkeeper
Herausfordernde Sprungpassagen stehen bei Pankapu – The Dreamkeeper an der Tagesordnung!

Pankapu – The Dreamkeeper schafft es hierbei für einen gemächlichen Einstieg zu sorgen und den Schwierigkeitsgrad nach und nach stetig zu steigern.

Was hingegen nicht so erfolgreich gelöst ist, ist das ständige Backtracking, welches von euch verlangt wird. Oftmals müsst ihr in ein absolviertes Level zurück, um einen neuen Weg freizuschalten. Auch Rätseleinlagen sucht der Spieler bei Pankapu – The Dreamkeeper vergeblichst.


Wunderschöne Traumwelt

Neben dem idyllischen und passenden Soundtrack, steht vor allem der Comic-Look Pankapu – The Dreamkeeper mehr als nur gut zu Gesicht. Natürlich ist dieser Look reine Gewöhnungssache, dennoch konnte das Jump ’n‘ Run mich dank comichafter Präsentation fesseln und begeistern. Die Hintergrund sind allesamt wunderschön anzusehen und bringen dem Spieler die Atmosphäre einer Traumwelt authentisch rüber. Pankapu wie auch seine Gegner sind ebenso liebevoll detailliert, wie sie animiert sind. Kurzum: Einfach toll!

Pankapu - The Dreamkeeper
Unterschiedliche und wunderschön anzusehende Traumwelten erwarten euch in Omnia.

Im Gegensatz dazu, sind die Dialoge allerdings eher von minderwertiger Qualität und viel zu selten vertont. Hier wäre auf jeden Fall noch Platz nach oben gewesen.


Fazit:Award

Schon von der ersten Minute an konnte mich Pankapu – The Dreamkeeper dank des wunderschönen Artdesign und dem farbenfrohen Spielgeschehen begeistern. Ebenso gelingt dem Spiel der Spagat zwischen einem sanften Einstieg und herausfordernden Aufgaben, sodass Einsteiger und Profis ihren Spaß haben. 

Im Gegensatz dazu, kämpft Pankapu – The Dreamkeeper mit einem extremen Backtracking, als auch mit fehlenden Rätseln und recht langweiligen Dialogen. Meiner Meinung nach, kann man über diese Mankos hinweg sehen, sodass euch hier ein toller Überraschungshit im Xbox Live Store erwartet. 


 

verwandte Beiträge

Dragon Age 3: Inquisition – Erscheint es auch für die Xbox One?

Mass Effect: Andromeda – Details zur Testversion von EA Access

Christian Ibe

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain – Release-Termin bekannt

Christian Ibe