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N-Rage #2: Day-One-Patches und DLCs

  • Matthias Gramann

    Ich bin immer froh, wenn ein Spiel aus QA-Gründen verschoben wird. Und kann auch überhaupt nicht verstehen, warum so viele Leute in der Spielecommunity Verschiebungen als etwas Negatives betrachten. Gut, dann dauert es eben etwas länger. Oder ist nicht passend zu den zwei Wochen Urlaub fertig, die man in heller Vorfreude zum geplanten Release direkt mal gebucht hat. Big deal. Wenn es das Endprodukt verbessert, warte ich gern noch ein paar Monate. Aber vielleicht habe ich da auch einfach einen ausreichend langen Atem. Oder ein zu großes Backlog. Die meisten Spiele, auf die ich mich monatelang freue, ziehen bei Release oft genug einfach an mir vorbei, weil ich noch so viel anderes auf dem Stapel habe.

    Gab’s da nicht auch dieses klassische Miyamoto-Zitat? Ein Spiel, das verschoben wird, kann noch gut werden, ein erschienenes schlechtes Spiel bleibt immer schlecht? Oder so ähnlich. Klar, das hat in einer Zeit, in der man Patches locker nachreichen kann, ein Stück weit an Bedeutung verloren und ist nicht mehr der Weisheit letzter Schluss. Sollte aber immer noch der goldene Leitfaden für Entwickler sein. Denn wenn die Basismechaniken lausig sind, kommt man irgendwann auch mit haufenweise Patches nicht mehr weiter.

  • -Zero-

    Ein Grund warum ich vermehrt nur noch auf Handhelds zocke bzw. auf der WiiU wenn dort mal ein Spiel erscheint. Es kann nicht sein das Entwickler heute von vorn herein ein Spiel so konzipieren, dass es unfertig auf den Markt kommt. Bestes Beispiel große Blockbuster wie Halo oder Assassins Creed. Wie kann es sein, dass man riesige Day One Patches benötigt, um ein Spiel zum Launch evtl nach Stunden des Downloads zu spielen? So etwas ist Betrug am Kunden und ich hoffe das werden die Entwickler auch immer mehr merken. Ich kaufe kein Assassins Creed mehr, einfach weil mich Unity total enttäuscht hat. Ich sehe es auch nicht mehr ein für jeden x-beliegigen Zusatzinhalt, der kurz nach Launch eines Spieles erscheint Extrageld zu bezahlen. All dies ist nur Gewinnmaximierung, in dem der Kunde vernachlässigt wird.