Image default
3DS Reviews

Metroid: Samus Returns Review

Mit Metroid: Samus Returns beauftrage Nintendo den Entwickler Mercury Steam mit dem Remake zum GameBoy-Klassiker Metroid II. Ob und wie Metroid: Samus Returns in die erfolgreichen Fußstapfen des damaligen Klassikers treten kann, verrät euch unser Testbericht!


Willkommen auf dem Planeten SR388!

Worum geht es? Im Grunde genommen ist die Story schnell erklärt. Die Kopfgeldjägerin Samus Aran landet mit ihrem Raumschiff auf dem Planeten SR388 um diesen zu erkunden, nachdem der Kontakt zu einer vorausgesandten Einheit abgebrochen ist. Leider wird schnell klar, dass es auf SR388 äußerst gefährlich ist. Auf ihrer Tour durch den verschachtelten Untergrund des Planeten, kämpft unsere Heldin gegen die unterschiedlichsten Alienarten. Glücklicherweise erfreut sie sich über eine Vielzahl an Upgrades, die ihr bei ihrem Überlebenskampf helfend zur Seite stehen.

Metroid: Samus Returns greift dabei die typischen Spielelemente der Spielereihe auf. Wir erkunden düstere Höhlen, eliminieren Feinde und lassen unserem Entdeckerinstinkt freien Lauf. 

Häufig landet ihr in scheinbaren Sackgassen, aus denen ihr augenscheinlich nicht weiterkommt. In diesen Fällen hilft der neue „Scan-Impuls“, welchen Samus frühzeitig im Spiel erhält. Zwar wird mit dem sogenannten Aieon eine erstmals im Remake neue Ressourcenart in Form einer Energieleiste dafür genutzt. Die Kosten für den Impuls sind aber so gering, dass man diese nicht wirklich im Auge behalten muss. Das vereinfacht die Suche nach den Geheimnissen für unseren Geschmack ein wenig zu sehr.


Fordernde Rätsel- und Sprungeinlagen

Ein weiterer Punkt, welcher die Reihe seither getragen hat, waren die hervorragenden und zugleich fordernden Rätsel- und Sprungpassagen. Mal müsst ihr euch per Morphball und Minen in die Luft katapultieren, während ihr ein anderes Mal ein aufsteigendes Ungetüm mit dem Ice-Beam einfriert um es als Sprungbrett zu nutzen. Auch wenn das Schiebepad des Nintendo 3DS dabei eine solide Arbeit macht, so wäre  eine Alternative mit dem D-Pad wünschenswert gewesen.


Abwechslungsreiche Kämpfe

Ebenso wie die Rätsel- und Sprungeinlagen, kann auch das Kampfsystem überzeugen. Samus setzt dabei nicht nur auf ihr großes Repertoire an Beams und Raketen, sondern  kann noch eine starke Konterattacke ausführen. Per Knopfdruck reißt unsere Protagonistin ihren Waffenarm nach oben, wehrt so einen heran schnellenden Angriff ab. Anschließend geht sie in den Angriff über und teilt über einen kurzen Zeitraum ordentlich aus. Neben dieser Funktion, erlaubt der Einsatz der linken Schultertaste eine fein anpassbare Justierung des Beams. Solltet ihr doch mal das Zeitliche segnen, so kehrt ihr an einem der gerecht verteilten Speicherpunkte zurück.

Im Zentrum des Ganzen stehen die von Metroids befallenen Aliens, welche dem Spieler einiges abverlangen. Diese sind anfangs zwar noch relativ leicht, werden aber im laufenden Spielfortschritt immer stärker. Sie maßen sich zudem noch eigene Angriffsmuster und Schwachstellen an, welche es zu analysieren gilt. Wenngleich ihr einen Metroid besiegt, erhaltet ihr einen DNS-Strang, der euch an einer anderen Stelle der Spielwelt den weiteren Weg ebnet.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Technisch überzeugend

Nicht nur hinsichtlich des verschachtelten Leveldesigns und der abwechslungsreichen Kampfmechaniken weiß Entwickler Mercury Steam zu überzeugen, sondern auch in puncto Präsentation. Die Spielwelt durch die ihr Samus Aran steuert ist dabei sehr abwechslungsreich und sehenswert. An einer Stelle befindet ihr euch in einer plätschernden Tropfsteinhöhle, während ihr euch im nächsten Atemzug durch dunkle Grotten und verschachtelte Katakomben kämpft. Der 3D-Effekt verstärkt die visuelle Kulisse etwas und sorgt für einen guten Tiefeneffekt.

Natürlich hat es auch ein stimmungsvoller Soundtrack ins Spiel geschafft, wodurch dank einem mysteriösen Touch stetig eine geheimnisvolle Atmosphäre aufkommt.


Zusatzinhalte durch amiibo

Nintendos optisch besseres Pendant zu den DLCs ist bei den hauseigenen Spielen schon lange nicht mehr wegzudenken. Somit schaltet ihr den Fusion-Modus durch das Einscannen der amiibo frei und stockt eure Munition auf. Der genannte Modus soll im Vergleich zu dem schweren Schwierigkeitsgrad (zugänglich nach dem ersten Durchspielen) noch anspruchsvoller sein. Mehr Infos hierzu erhaltet ihr auch in unserem Special.


Fazit: Award

Metroid: Samus Returns fängt alle klassischen Spielelemente der düsteren Metroid-Reihe ein und schafft es diese mit diversen Neuerungen wie den Scan-Impuls zu verbinden. Neben den hervorragenden Hintergründen und der geheimnisvollen Soundkulisse, stehen allem voran die unterhaltsamen Rätsel-, Sprung- und Kampfeinlagen. Dieses einzigartige Erkundungsgefühl der Metroid-Reihe ist so unfassbar motvierend. 

Demgegenüber kämpft Metroid: Samus Returns allerdings mit kleinen Schönheitsfehlern, welche sich auf immer wiederkehrende Gegnerarten und der nicht vorhandenen Alternativsteuerung mit dem Digipad beziehen. Im Gesamten betrachtet, kommen eingefleischte Metroid-Veteranen und Neulinge der Serie auf ihre Kosten und erhalten einen hervorragenden Klassiker im neuen Gewand.


 

 

verwandte Beiträge

Pokémon Days: Pokémon X & Pokémon Y anzocken!

Nature225

Testbericht: Mario Kart 8

Nature225

Review: Another World – 20th Anniversary Edition