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Matthias‘ gamescom-Tagebuch: Mittwoch

Aaah. Erster Tag auf der Gamescom. Immer ein schönes Gewusel. Die Irrungen und Wirrungen des vergangenen Jahres konnte ich mir diesmal zum Glück sparen, da sich die Hallenaufteilung so gut wie gar nicht geändert hat. Was gut ist, denn so kann man sich aufs Wesentliche konzentrieren, zum Beispiel in Sonys riesiger Pappkiste Kino zu sitzen und sich heißen neuen Shit reinzupfeifen. Dort wurden nacheinander Days Gone, Detroit: Become Human und Horizon: Zero Dawn vorgestellt, jeweils in einer Mischung aus Trailer und vom Entwickler präsentierten Gameplay-Auszügen. Während Days Gone trotz hochgradig gescripteter Action wenigstens solide aussieht, war ich bei Detroit bereits wieder mit einem Auge eingeschlafen, da es trotz beeindruckender Grafik- und Soundgewalt sowie einem etwas geerdeteren Setting als Quantic Dreams Vorgängertitel Beyond: Two Souls nach wie vor mit David Cages Lieblingsbegriffen Entscheidungen, Konsequenzen und Emotionen um sich wirft, als wären es Hummer im Schlussverkauf. Im direkten Ausgleich war ich dann bei Horizon wieder hellwach und bin, je mehr ich davon sehe, umso überzeugter, dass es sich beim Open-World-Action-Adventure des Killzone-Teams um eine richtig große Nummer handelt, die Sony völlig zurecht so krass pusht.

Überhaupt: Wer Spaß am Erkunden und Sammeln hat, dem stehen anstrengende Zeiten ins Haus. Denn nicht nur Horizon ist mittlerweile am Horizont (höhö) zu sehen, sondern auch The Legend of Zelda: Breath of the Wild, das wir bei Nintendo einigermaßen ausführlich anspielen konnten. Wie bereits beim auf der E3 gezeigten Material waren wir auch hier begeistert von Nintendos Liebe zum Detail und das Aufbrechen gewohnter Zelda-Konventionen ist für mich nach wie vor einer der dicksten Pluspunkte dieses gigantisch wirkenden Titels. Im Anschluss gab es sogar noch eine Kostprobe des NES mini und ich musste feststellen, dass ich in manchen der darauf spielbaren Retro-Titel nicht mehr ganz so gut bin, wie ich es in Erinnerung habe. Während ich dann durch die Hallen streifte, zog es mich noch zu For Honor, welches sich trotz anfänglicher Skepsis mittlerweile zu einem wirklich heißen Ding gemausert hat. Selbstverständlich ist es mit viel AAA-Bombast inszeniert, vielleicht schon etwas zu viel, aber die Grundidee sowie die verschiedenen Settings haben mich sehr begeistert

In der nach wie vor sehr empfehlenswerten Indie Arena blieb ich dann dank eines langen und freundlichen Gesprächs noch beim Mobile-Titel Crap! I’m Broke hängen (eigentlich bin ich ja kein Freund des Survival-Genres, aber sich stapelnde Rechnungen zahlen und superflexibel beschissene Minijobs annehmen bietet in der heutigen Zeit einfach extrem viel Identifikationspotential), bevor es zu meinem eigentlichen Termin drei Meter weiter rechts bei Icey weiterging. Einer der wenigen Indie-PS4-Titel aus China und dann sogar direkt ein stilsicheres Hack’n’Slay im Cyberpunk-Stil mit Textadventure-Elementen. Klingt das gut? Das klingt gut. Während Tim mit der PR-Dame plauderte und sie positiv damit schockte, dass es ab morgen noch voller wird, weil dann erst die normalen Besucher reinkommen, kassierte ich Komplimente vom Entwickler, der mir die Basics der Steuerung erklären wollte, während ich bereits Advanced Moves runterbretterte. Ja, ich weiß, Eigenlob stinkt. Aber ihn hat’s gefreut („Whoa! You play games like this a lot, do you?“) und mich auch.

Im Anschluss waren wir dann noch bei Headup Games und erhielten dort in etwas beengter, aber umso kollegialerer Umgebung mehr Infos zum Nachfolger des liebevoll gemachten Adventures The Inner World von Studio Fizbin sowie zum Konsolenport des ersten Teils, bevor der erste Tag für uns zuende ging. Puh! Immerhin haben wir es noch geschafft, uns alle vier zu treffen, kurz zu plauschen und ein wie für die Jahrhunderte gemachtes Teamfoto zu knipsen. Wenn das mal nichts ist, dann weiß ich auch nicht! Insgesamt war der Mittwoch aber noch recht entspannt, was vor allem daran lag, dass wir zu viert unterwegs waren. Doch würde es so bleiben? Sollte gar noch der totale Stress ausbrechen? Das, liebe Kinder, ist eine Geschichte für einen anderen Tag…

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