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Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt! Wir blicken zurück und anschließend voraus!

Der wohl beliebteste Teil der Serie, Final Fantasy VII, hat es geschafft und feiert seinen 20. Geburtstag. Kurzum lassen wir es uns natürlich nicht nehmen und wollen nochmal diese Zeit Revue passieren lassen. Im Anschluss auf unseren Pfaden der Vergangenheit, wollen wir aber auch in die Zukunft blicken. Folglich möchten wir euch nochmal aufzeigen, was wir in der Zukunft noch von Cloud erwarten können.


 Das Jahr 1997 – eine Geschichte nahm ihren Lauf

Im Jahre 1997, um genau zu sein am 31.01. dieses Jahres, wurde mit dem siebten Teil der Final Fantasy-Reihe ein kleines Stück Videospiel-Geschichte geschrieben. Auch heute noch liest man im Social Media-Bereich die Begeisterung, welche Final Fantasy VII ausgelöst hat.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Das Vermächtnis eines guten Freundes.

Beispielsweise war Final Fantasy VII das erste Spiel der Reihe, welches dank der PlayStation 1 in der Lage war eine dreidimensionale Welt zu erschaffen. Zwar konnte man diese nicht mit heutigen Titeln vergleichen – wer denkt nicht gerne an Clouds eckigen Oberarme zurück – doch wusste der Titel zumindest damals schon mit Soundtrack und Cutscenes zu protzen.

Vor allem der Soundtrack wusste zu überzeugen und lässt auch heute noch viele Fanherzen höher schlagen. Selbst im den neuesten Ableger sind die beliebtesten Stücke wie One-Winged Angel von Nobuo Uematsu zu finden und man kann diesen über das Autoradio im Regalia abrufen. Übrigens schafften es die Soundtracks von Final Fantasy so weit, dass sie eine eigene Konzertreihe bekommen haben, die auf den Namen Final Symphony hört.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Mit Sephiroth stand uns einer der großartigsten Antagonisten entgegen, die es jemals gab.

Mit dem Musikstück One-Winged Angel, will ich direkt eine Überleitung schaffen. Folglich will ich auf einen der besten Antagonisten anspielen, welchen es seither gegeben hat. Dementsprechend rede ich von keinem Geringeren als Sephiroth. Trotz dem Fakt, dass er der Gegenspieler in dem siebten Teil war, konnte sich Sephiroth großer Beliebtheit unter den Fans erfreuen.

Doch wo auch Dunkelheit war, da gab es auch Licht. Demnach will ich zu unserem Protagonisten kommen, dieser hört auf den Namen Cloud. Ebenso wie Sephiroth, genoss auch Cloud das Ansehen der Fans bis heute. Außerdem konnte sich Cloud über den ein oder anderen Gastauftritt freuen, so wurde er beispielsweise als DLC-Charakter bei Super Smash Bros. (Wii U) eingefügt.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Auch im Prügler von Nintendo hatte Cloud als DLC einen Gastauftritt.

Prequels, Sequels und Film

Ich möchte versuchen, dass Ganze in eine chronologische Reihenfolge zu bringen. Dazu sollte man erwähnen, dass der Basis-Teil Final Fantasy VII nicht der Anfang und nicht das Ende der Geschichte war. Aufgrund der hohen Popularität des Spiels wurden noch zahlreiche Pre- und Sequels produziert. Beispielsweise gab es da das Prequel Crisis Core oder den Film Advent Children, welcher eines der Sequels darstellt.  Dementsprechend machte geschichtlich gesehen Crisis Core, seinerzeit für die PlayStation Portable (PSP) den Anfang.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Das Kampfsystem von Crisis Core war schon deutlich dynamischer.

Die Zeitleiste der Handlungen sieht wie folgt aus:

  • 2000: Beginn der Handlunng von Crisis Core
  • Ende September 2007: Zack wird ermordet. Ende der Handlung von Crisis Core
  • Dezember 2007: Beginn der Handlung von Final Fantasy VII
  • Ende Januar 2008: Meteorkatastrophe und Ende der Handlung von Final Fantasy VII
  • 2010: Handlung von Advent Children
  • 2011: Handlung von Dirge of Cerberus und Dirge of Cerberus: Lost Episode

Dessen ungeachtet gibt es aber auch einen ganzen Haufen an Merchandise wie Figuren oder Kartenspiele.


Kurze Zusammenfassung der Handlung – Crisis Core

Satte zehn Jahre später erschien das Prequel zum Hauptteil und erzählt die Vorgeschichte zu Final Fantasy VII um den jungen Zack Fair, der auf Cloud trifft. Im groben Umriss dreht sich Alles um den Kampf gegen Genesis und mit welchen Beweggründen Cloud sich später gegen Shinra stellt.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Im Laufe des Spiels gab es für den Protagonisten Zack Fair eine Stilveränderung.

Kurze Zusammenfassung der Handlung – Final Fantasy VII

Zwei Monate nach dem Ende von Crisis Core setzt dann die Handlung von Final Fantasy VII an. Im Hauptspiel bleiben viele Fragen offen, welche in der späteren Verfilmung Advent Children oder aber auch in Crisis Core etwas durchleuchtet werden. Im Hauptspiel der Reihe ging es dann schließlich um unseren Protagonisten Cloud Strife welcher sich Avalanche angeschlossen hat. Noch mit ballonartigen Ärmchen und einem altmodischen (aber nicht schlechten) ATB-Kampfsystem zogen wir in den Kampf gegen Shinra und Sephiroth.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Neben Videospielen und Filmen gab es auch noch anderes Merchandise wie Brettspiele oder Figuren.

Neben den kämpferischen Ereignissen bekam man aber auch einen Einblick in die Beziehung zwischen Cloud und Aerith Gainsborough oder zwischen Cloud und seiner Liebe, Tifa Lockhart. Gerade das Schicksal, welches die erste genannte Dame traf, brachte vielen Fans die Tränen in die Augen. Die große Stärke des eigentlich recht schlichten Titels war, dass jeder der auftauchenden Charaktere eine gewisse Persönlichkeit hatte. Man fühlte sich für die Welt und seiner Gruppe verantwortlich. Neben Tifa Lockhart oder Aerith Gainsborough gab es aber natürlich auch noch andere Charaktere wie den Piloten Cid, den unbesiegbaren Vincent oder den muffeligen, lauten Avalanche-Anführer Barret.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Das klassische ATB-Kampfsystem begeistert auch heute noch eine Vielzahl von Fans.

Ohne weiter abzuschweifen ging es im Hauptteil darum, dass man in der Rolle von Cloud versucht einen Meteor (Sephiroth beschwört diesen), Sephiroth und Shinra aufzuhalten. Im Finale wird Sephiroth von der Gruppe rund um Cloud in die Knie gezwungen, allerdings ist der beschworene Meteor schon zu nah an der Welt. Aeriths Zauber „Heilig“ welcher vor ihrem Ableben gewirkt wurde, reichte nicht aus um diesen zu zerstören. Am Ende erhebt sich der von Aerith gerufene Lebensstrom und schafft es schlussendlich den Meteor weiter vom Planeten wegzudrücken. Abschließend sieht man im Epilog die vom Pflanzen überwucherte Ruine des einst so trostlosen Midgars.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Die ballförmigen Arme von Clouds Ur-Fassung zählen zum Kultfaktor.

Kurze Zusammenfassung der Handlung – Advent Children (Film)

Auch im filmischen Sequel haben wir es wieder mit unseren üblichen Charakteren wie Cloud, Tifa oder Vincent zu tun. Auch Shinra und vorallem Sephiroth sind wieder mit von der Partie. Es gibt aber auch drei neue feindlichgesinnte Charaktere. Diese hören auf die Namen Loz, Yazoo und ihr Anführer Kadaj.

Kadaj und seine Truppe waren im Glauben ihre „Mutter“ (den Kopf Jenovas) bei Cloud zu finden. Dieser hatte sich großteils von seinen Freunden abgeschottet und lebte in Trauer und Schuldgefühlen, aufgrund dem Verlust zwei enger Freunde.

Der Film spielt zwei Jahre nach den Ereignissen des Hauptspiels. Eine Krankheit namens Geostigma ist ausgebrochen. Diese wurde ausgelöst, durch eine Verseuchung von Jenovas Zellen im Lebensstrom und dem gewollten Einfluss des Antagonisten Sephiroth aus Final Fantasy VII. Dieser stellte dadurch seine Existenz und auch seine Neuankunft durch die Materialisierung der neuen Feinde sicher.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Cloud gegen Sephiroth – auch im Animationsfilm Advent Children das große Thema.

Kadaj, Loz und Yazoo bieten eindrucksvolle Kämpfe mit unseren Protagonisten. Nach einem Angriff von Cloud gelingt es ihm zwar Kadaj zu besiegen, allerdings schafft dieser es dadurch auch sich mit den Jenova-Zellen zu vereinen. Folglich materialisierte sich Sephiroth aus Kadaj und der Kampf geht in die nächste Runde. Cloud nutzte Sephiroths Schwäche, seine Arroganz und seinen Hochmut aus und konnte diesen schließlich besiegen. Danach verwandelte sich Kadaj zurück und verschwand in Clouds Armen im Lebensstrom.

Im Laufe des Kampfes konnte der Geist von Aerith einen heilenden Regenzauber wirken. Dieser heilte Cloud von seinem Geostigma. Kurz sieht er seine engsten Freunde Zack und Aerith, wie sie die Kirche verlassen, anschließend erwacht Cloud in jener und schafft es mit dem heiligen Wasser die anderen kranken Menschen zu heilen. Cloud erkennt, dass sich der Kampf gegen Sephiroth gelohnt hat. Folglich wirft er seine Schuldgefühle ab.

Auch im Film war Nobuo Uematsu für die musikalische Untermalung verantwortlich. Beispielsweise hört man im Kampf zwischen Tifa und Loz in der Kirche das Hauptkampfthema des Spiels als Klavierarrangement.


Kurze Zusammenfassung der Handlung – Dirge of Cerberus

Die Handlung von Dirge of Cerberus setzt ein Jahr nach Advent Children an und erschien zu damaliger Zeit für die PlayStation 2. Außerdem soll es auch der Abschluss unserers Rückblickes sein, bevor wir zum Schluss noch einen kurzen Blick in die Zukunft wagen.

In der Hauptrolle haben wir dieses Mal aber nicht Cloud Strife, sondern Vincent Valentine. Entgegen allen Normen war Dirge of Cerberus aber kein RPG, sondern ein Third-Person Shooter. Auch eine Mobilversion mit dem Namen Dirge of Cerberus Lost Episode: Final Fantasy VII erschien im Laufe der Jahre. Diese umfasste eine Nebenhandlung des Spiels.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Mit Dirge of Cerberus ging es mehr in die Shooter-Schiene.

 

Kommen wir aber nun zur Handlung von Dirge of Cerberus. Diese setzt wie gesagt ein Jahr nach Advent Children an. Wieder spielt der Shinra-Konzern eine große Rolle, dieser hat übermenschliche Krieger gezüchtet, welche die Städte zerstören und verwüsten. Diese Krieger hören auf den Namen „Deepground“ und umfassen ein SOLDIER-Experiment.

Unser Protagonist, Vincent Valentine, kämpft gegen diese Deepground-SOLDIER kämpft. Folglich erfährt er vom Vorhaben der Anführer dieser Gruppe, dass sie die legendäre Bestie Omega beschwören wollen, um die Welt zu vernichten.

Das Ziel des Spiels besteht nun schlussfolgernd daraus, dass man als Vincent Valentinte versucht, die Deepground-SOLDIER zu zerschlagen und die Welt zu retten.

Die Story ist denkbar simpel und das war es auch zu dem Teil schon. Vor meinem Fazit, will ich jetzt aber nochmal einen Blick in die Zukunft wagen.


Was erwartet uns in der Zukunft?

Final Fantasy VII hat es geschafft, dass japanische Rollenspiele auch außerhalb von Japan etwas populärer geworden sind.  Folglich wundert es niemanden, dass die sozialen Netzwerke regelrecht explodierten als Square Enix auf der E3 2015 eine Neuauflage im hübschen HD-Gewand präsentierte. Im Gegensatz zu den Portierungen, die es über die Jahre gab, soll diese Neuauflage aber wirklich eine Neuentwicklung sein, ein Remake.

Final Fantasy VII wird 20 Jahre alt
Das Remake des siebten Teils sieht bisher optisch großartig aus. Auch das Kampfsystem deutet neue Maßstäbe an.

 

Dementsprechend gab es einige Neuerungen, aber auch Änderungen. Dazu gehörte auch die drastische Entwicklung des Kampfsystems. In dem ersten Trailer sah dieses nämlich gar nicht mehr so aus, wie es im Klassiker der Fall war. Viel eher kann man erahnen, dass sich das Kampfsystem in Richtung Final Fantasy XV bewegen wird. Direktor Tetsuya Nomura erklärte dies mit folgenden Worten:

Wir können keine verbesserten, wunderschönen 3D-Modelle der Charaktere von Cloud und Barrett haben, die immer noch in einer Reihe auf dem Schlachtfeld stehen, zum Gegner hinspringen und dann warten bis sie wieder dran sind. Das wäre bizarr. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es diesbezüglich Änderungen gibt. Allerdings werden wir die typischen und herzerwärmenden Momente von Final Fantasy 7 unangetastet lassen, sonst wäre es ja nicht mehr Final Fantasy 7.“

Wann das Remake erscheint, steht noch in den Sternen geschrieben. Anhand Spekulationen soll es sogar in der Episoden-Form veröffentlicht werden. Im Dezember 2017 wird Final Fantasy 30 Jahre alt, vielleicht werden wir dann im Bezug auf das Remake etwas schlauer sein.

 

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Quelle: PlayStation (YouTube)

Was haltet ihr von Final Fantasy VII? Ist es euer Lieblingsteil? Schreibt eure Meinung ruhig in die Kommentare.

Kollege Tim hat sich vor einiger Zeit ebenfalls mit dem Thema Final Fantasy VII beschäftigt. Wie er mit dem Titel ins Gericht gegangen ist, erfahrt ihr hier.


Fazit:

Ich habe es schon in meinem Special zum ersten Teil von Final Fantasy gesagt. Ich bin mit dem siebten Teil leider nie warm geworden. Als dieser erschien, war ich schlichtweg zu jung und für die jetzigen Portierungen fehlt mir die Zeit und Geduld.

Dennoch soll mein Fazit mehr eine Danksagung sein, eine Danksagung an die Fans, welche es ermöglicht haben, dass japanische Rollenspiele populärer geworden sind und eine Danksagung dafür, dass wir überhaupt in den Genuss einer Spielereihe wie Final Fantasy kommen dürfen.

Auch wenn ich mit dem Teil nicht warm geworden bin, so denke ich, dass Final Fantasy VII einen Meilenstein gesetzt hat und bin in freudiger Erwartung auf das bevorstehende Remake.

Abschließend sei noch gesagt: Happy Birthday Cloud und co!

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