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Die Sims 3

[one_half last=“no“][gameinfo title=“Infos zum Spiel“ game_name=“Die Sims 3″ developers=““ publishers=“Electronic Arts“ platforms=“Wii“ genres=“Simulation“ release_date=“11.11.2010″][/one_half]Sich seine eigene kleine Traumwelt schaffen. In ein schickes Haus ziehen und Karriere machen oder doch lieber eine Familie mit seinem Traumpartner gründen? Mh das freie, ungezwungene Leben als Punker wäre vielleicht auch interessant? Kaum ein Spiel gibt euch wohl mehr Möglichkeiten euch ein kleines virtuelles Leben zu erschaffen wie die Sims Serie, welche schon vor über einem Jahrzehnt ihren Siegeszug auf dem PC startete. Nachdem Die Sims 3 schon seit geraumer Zeit auf dem PC erhältlich ist, setzt EA in diesem Jahr die populäre Lebenssimulation auch auf die aktuellen Konsolen um. Wie die Umsetzung dabei für Nintendo´s Wii ausgefallen ist, verraten wir euch in unserem Review.

Lebe in deiner Welt, wie es dir gefällt

Die Sims Serie ist eigentlich wie geschaffen für Nintendo´s Wii. Eine große Zielgruppe an potenziellen Käufern ist durchaus vorhanden und so kann man fast schon davon ausgehen, dass EA die Lebenssimulation mit extra viel Sorgfalt auf die Bewegungskonsole portiert. Das vieles aber oft anders kommt als man denkt, beweist das Spiel mit Bravour.

Bevor ihr in euer neues Leben in Vista Beach, dem beschaulichen Örtchen in Die Sims 3, eintauchen könnt, stellt ihr euch in dem durchaus gelungenen Editor euer virtuelles Ego zusammen. Jedoch sind die Charaktermodelle nicht sonderlich detailliert und hätten ein wenig mehr Feinschliff vertragen können. Durch verschiedene Attribute könnt ihr zudem Stärken und Schwächen eures Charakters festlegen und ihm eine persönliche Note verpassen. Zum Schluss gilt es noch ein Lebensziel festzulegen, also das Ziel was ihr in der vorgegebenen Spielzeit erreichen wollt. Sinnt es euch nach Reichtum oder wollt ihr mit zehn Freundinnen gleichzeitig anbandeln? – Es liegt in eurer Hand! Habt ihr euren eigenen Sim fertig gestellt, könnt ihr noch weitere Mitglieder eurer Familie erstellen oder euch direkt in euer neues Leben stürzen.

Seid ihr dann endlich in Vista Beach angekommen wird euch auffallen, dass ihr Die Sims 3 aus einer ganz neuen Perspektive steuert. Anders als gewohnt steuert ihr diesmal die verschiedenen Sims direkt und begleitet sie auf Schritt und Tritt, was zum einen durchaus ein besseres Mittendrin-Gefühl auslöst, zum anderen aber auch dazu führt, dass man vor allem in großen Simfamilien durch das stetige Umswitchen zwischen den Familienmitgliedern leicht den Überblick verliert. Den Überblick kann man zudem auch bei der Vielzahl an verschiedenen Bedürfnissen verlieren. Wie echte Menschen, so haben auch die kleinen Sims ihre ganz persönlichen, aber auch natürlichen Bedürfnisse. So solltet ihr euren Sims stetig mit Essen versorgen, auf seine Körperpflege achten und auch mal an seinen Schlaf denken. Die volle Zufriedenheit versprühen die Sims aber erst im Nachgang ihrer Hobbies. Während sich der eine lieber weiterbildet mag der andere lieber die körperliche Ertüchtigung, während die Partymaus von nebenan immer nur tanzen will und mit der Männerwelt flirtet.

Einsteiger werden zu Spielbeginn zudem eine Art Tutorial vermissen. Dieses wird allerdings durch viele verschiedene Ratschläge und Hinweise, die immer wieder eingeblendet werden, ersetzt. Mit ein wenig Eingewöhnung werdet ihr euch also sicher schnell zurecht finden in eurem neuen Leben.

Guten Tag, Frau Nachbar

Natürlich gibt es in Vista Beach auch einiges zu entdecken und zu erleben. Ihr könnt zu Fuß die gesamte Gegend abgrasen, eure Nachbarn besuchen, im Freibad schwimmen oder Sport treiben. Die Interaktion mit anderen Sims steht dabei natürlich meist im Mittelpunkt. Ihr könnt in den Gesprächen selbst entscheiden, ob ihr euren Gesprächspartner mit den alltäglichen Klatsch und Tratsch belöffelt, ihr über andere lästern wollt oder gar einen Annäherungsversuch startet. Eine Anzeige verrät euch zudem, wie euch euer Gegenüber mag. Geht ihr offen und fröhlich mit neuen Gesprächspartnern um, könnt ihr schon bald Freundschaft schließen. Seid ihr gemein zu den anderen, versuchen sie euch zu meiden und weichen Treffen mit euch am liebsten aus.

Da es im Leben aber nicht immer nur um Spaß geht, muss man sich auch in Die Sims 3 um einen Job kümmern, um sich seinen Lebensunterhalt zu sichern und für einen vollen Kühlschrank zu sorgen. Die Jobs sind dabei sehr abwechslungsreich und machen zum Großteil auch Spaß. So müsst ihr während eurer Arbeitszeit verschiedenste Aufgaben erfüllen und könnt auch hin und wieder mit euren Arbeitskollegen interagieren. Dabei könnt ihr natürlich auch einmal mehr entscheiden, ob ihr lieber der fleißige Arbeiter sein wollt, um euch hoch zu arbeiten oder lieber unscheinbar bleibt und Kontakte mit anderen Arbeitern knüpft und so vielleicht die Liebe eures Simslebens findet.

Abseits des Simslebens gibt es zudem ein kleines Minispiel für bis zu vier Spieler, in dem man gepflegt mit seinen Freunden eine Runde Karten spielt. Mehr als eine nette Dreingabe ist dies allerdings nicht!

Katastrophale Technik

Das schönste Simsleben mit all den quirligen Charakteren nützt einem aber alles nichts, wenn die Technik dem Titel immer wieder ein Bein stellt. Das Spiel lädt immer wieder nach, sodass ihr mehr durch die Gegend ruckelt als lauft. Die total missratene Optik setzt dem noch die Krone auf. Natürlich erwartet man bei einem Sims Spiel keine super Optik, aber was hier geboten wird, ist eine absolute Frechheit. Die Umgebungen sind karg und trist. Texturen laden meist erst dann, wenn ihr direkt vor ihnen steht und unentwegt ploppen Gegenstände in das Bild. Natürlich dürfen auch keine Clipping Fehler im Spiel fehlen, so ist es keine Seltenheit, dass Sims ineinander stehen oder fahrende Autos durch parkende hindurchrauschen.

Die Technik macht einem das komplette Spiel kaputt. Keine Atmosphäre kommt auf und auch der sonst immer so liebliche Sims Charme will nicht so wirklich aufkommen. Aber nicht nur die Technik mildert den Spielspaß, so werden auch riesige Fehler im Spieldesign begangen. Beispiel gefällig? Bekommt ihr ein Kind, müsst ihr dessen Namen eingeben, ohne zu wissen, welches Geschlecht das Kind haben wird. Zudem bekommt ihr nicht ein Baby, sondern sofort ein Schulkind- na wenn das nichts ist.

Da fragt man sich wirklich, wieviel Zeit EA in die Wii Portierung des Titels investiert hat und hier nur den schnellen Euro gewittert hat. Soundtechnisch ist das Spiel okay, auch wenn uns aufgefallen ist, dass hin und wieder die Hintergrundmusik einfach aussetzt und erst plötzlich wieder weiterspielt. Auch die Steuerung ist leider nicht optimal. Gerade wenn man Die Sims 3 auf Xbox 360 oder Playstation 3 gespielt hat, wird man die gelungene Padsteuerung vermissen.

[tabs tab1=“Fazit“]

[tab]Oh weh oh weh. Die Sims 3 ist auf Wii eine mittlere Katastrophe. So gut die Versionen für PS3 und Xbox 360 sind, so misslungen ist das Wii Pendant. Die miese Technik macht das komplette Spiel kaputt. Es will einfach kein Spielspaß aufkommen, da man immer wieder aufs Neue von technischen Fehlern gepiesackt wird. Was sich EA mit dieser Portierung gedacht hat, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Wenn ihr auf Wii unbedingt ein Sims spielen wollt, dann besorgt euch MySims Sky Heroes und hebt zu luftigen Flugzeugschlachten ab!
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Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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