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Vorschau Wii U

Angespielt: Splatoon

Paintball spielen ohne das heimische Wohnzimmer verlassen zu müssen und ohne lästige Farbe in den Haaren? Nintendo macht’s möglich und bringt 2015 mit Splatoon einen knallbunten Multiplayer-Shooter auf die Wii U. Wir konnten den farbenfrohen Titel

Kleckern statt klotzen

In Splatoon geht es vorrangig darum, möglichst viel vom Level mit der eigenen Teamfarbe zu bedecken. Dabei geht es in Teams von jeweils vier Leuten (immer zwei Männlein und zwei Weiblein) richtig zur Sache, ganz ohne scharfe Munition und spritzendes Blut.

Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig und vielleicht dreht Nintendo hier und da noch etwas daran. Gespielt wird mit dem Gamepad; ob noch andere Steuerungsmöglichkeiten spielbar sein werden in der Zukunft, bleibt abzuwarten. Gezielt wird wahlweise mit der Bewegungssteuerung oder mit dem rechten Analogstick, während mit den Schultertasten gefeuert wird. Etwas unglücklich platziert ist für mich allerdings die Sprungtaste auf X, die kaum richtig genutzt werden kann, wenn der rechte Daumen ja eigentlich mit der Kamerasteuerung zum Zielen beschäftigt ist. Zumal für mich persönlich die Sprungtaste einfach intuitiv auf A oder B liegt, aber das ist vermutlich Geschmackssache.

Schön gelöst ist die Aufteilung zwischen TV-Bildschirm und Gamepad. Während ihr auf dem Fernseher das farbenfrohe Getümmel verfolgt, informiert euch eine Übersichtskarte auf dem Gamepad stets über den aktuellen Stand der Farbschlacht, sowie über den Standort eurer Teammitglieder. Während die Farbe eures Gegners wie Gift für euch ist, könnt ihr auf eurer eigenen Farbe die Gestalt eines Oktopus annehmen und durch die Tinte tauchen. Dabei seid ihr nicht nur für den Gegner bis auf einige kleine Wellen schlecht zu sehen, sondern ihr tankt dabei auch noch Munition und könnt sogar Wände hinaufschwimmen, was ganz neue taktische Möglichkeiten eröffnet.

Sollte euch doch einmal der Bildschirmtod ereilen, werdet ihr zum Startpunkt zurückversetzt. Praktischerweise transportiert euch einfaches Antippen der Position eines Teammitgliedes direkt zur Verstärkung an seine oder ihre Seite. So spart ihr kostbare Zeit und seid direkt wieder dort, wo die Action stattfindet.

Bisher ist nur der Online-Multiplayer mit acht Personen bekannt sowie ein Arena-Modus; wir dürfen gespannt sein ob Nintendo noch andere Modi hinzufügen wird, die beispielsweise ein lokales Multiplayer-Match ermöglichen.

Für einen genaueren Einblick werft doch einmal einen Blick in unser Video vom Post E3-Event in Frankfurt. Auch wenn der sensationslüsterne Yoshi lauter zu hören ist als die Inklings in Splatoon, zu sehen gibt es allemal genug.


Tendenz: Sehr gut

Splatoon ist ein Multiplayer-Shooter, der eine Brücke schlagen kann zwischen Einsteigenden und alten Hasen. Der Titel ist sowohl was für’s Kinderzimmer als auch für die Älteren unter uns, denn die Einstiegshürde ist sehr niedrig, ohne anspruchslos zu sein. Dadurch, dass Präzision hier eher zweitrangig ist und der Titel sich sowohl taktisch als auch ungestüm spielen lässt, dürfte er erfolgreich mehrere Zielgruppen bedienen.

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